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05. Juni 2010
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Valentino Rossi hat sich heute im Training zu seinem Heim GP das rechte Schienbein gebrochen. Eingangs einer schnellen Schickane hat die Yamaha M1 den neunfachen Weltmeister mit einem heftigen Highsider abgeworfen. Und diesmal hat es Rossi heftig getroffen. Das rechte Schienbein wurde durch einen offenen Bruch verletzt.
Dies ist die schwerste Verletzung, die der Doktor in seiner schon langen Karriere verkraften muss. Bei den letzten 230 Grand Prix-Rennen stand Rossi immer in der Startaufstellung - ein einsamer Rekord. Zum ersten Mal seit 1995 findet der italienische GP in Mugello ohne Rossi statt. Ein echtes Drama - der Italiener musste noch nie ein Rennen wegen einer Verletzung ausfallen lassen.
Betrachtet man die Situation in der Weltmeisterschaft, so stand Vale durch seinen Teamkollegen Jorge Lorenzo gehörig unter Druck. Der junge Spanier hat die letzten zwei Rennen klar gewonnen und Rossi deutlich besiegt. Die Saison ist zwar lang, aber man hatte in den ersten Rennen der Saison durchaus den Eindruck, dass Lorenzo ein ganz anderes Kaliber ist, als Rossi bisherige Konkurrenten. Sete Gibernau, Max Biaggi, Alex Barros oder auch Tohru Ukawa zog Rossi durch geschickte Psychospielchen und wenn es sein muss auch rabiate Manöver auf der Piste den Zahn und nie kamen wirkliche Zweifel auf, wer der Herr im Asphalt-Ring ist.
Im Moment wird Rossi in Florenz operiert und die nächsten Wochen wird er im Krankenhaus liegen. Dabei wird viel Zeit haben, sich über seine weitere Karriere Gedanken zu machen. Wird er sich die Quälerei im Kraft- und Ausdauertraining noch einmal antun? Kommt er nach unzähligen Rekorden noch einmal zurück? Was kann er eigentlich noch gewinnen?
Für alle MotoGP-Fans wäre es sehr traurig, aber jetzt ist eigentlich genau der richtige Zeitpunkt für Rossi zurück zu treten. Lorenzo wird seinen Nummer 1 Status in den nächsten Wochen und Monaten ausbauen. Yamaha wird die Zukunft auf den Spanier ausrichten und Rossi wird nie mehr der Dominator werden, der er über viele Jahre in der Königsklasse des Motorradsports war.
Ein wirklich trauriger Tag für alle MotoGP-Fans.
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