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Zum zweiten Mal in Folge fand diesen Sommer die Stuntriding German Open auf dem Hockenheimring statt. Chris Pfeiffer war in dieser Disziplin schon vier mal Weltmeister und gewann vergangenes Jahr auch den German Open Wettkampf. 2010 hatte er sich 40 weiteren Fahrern aus 13 Nationen zu stellen. Eine Aufgabe die selbst für den stets perfekt vorbereiteten Pfeiffer eine ernst zu nehmende Hürde darstellt.

Der Veranstaltungsmodus

Die Vorentscheidungen für das Finale, welches sonntags auf der Start-Ziellinie des Hockheimring stattfand, wurden auf einer abgesperrten Fläche im Fahrerlager ausgetragen. Unter stetigem Jaulen und Quietschen nahmen die Stuntmen eine 30 x 80 Meter große Fläche unter die Räder und präsentierten der Jury und dem Publikum ihre Performance. Die drei Wertungsrichter vergaben Noten auf einer Skala von 1 bis 10, wobei halbe Punkte (z.B. 7,5) zugelassen sind. Der Schwierigkeitsgrad, die Ausführung, die Show – dabei war die „Kommunikation“ mit dem Publikum ein wichtiger Faktor – und natürlich die einzelnen Tricks flossen in die Bewertung ein. Dabei wurde zwischen schnellen Tricks – z.B. Wheelies und Stoppies - und langsamen Tricks – z,B. Kreisel und Balancetricks – unterschieden. Als letztes wurde noch der „Style“ des Programms mit in die Wertung aufgenommen. Ungefähr vergleichbar mit der B-Note beim Eiskunstlauf. Der Weg zum Sieg führte über zwei Qualifikationsläufe ins erste Finale für die „Top 8“. Danach gab es ein zweites Finale für die verbleibenden „Top 4“. Ins erste Finale starteten alle Fahrer wieder mit 0 Punkten.

Pfeiffer immer on top

Chris Pfeiffer war Bester in der Qualifikation, durfte daher als letzter das kleine Finale bestreiten und lag auch danach vorne. Beste Voraussetzungen, doch Pfeiffer nahm es nicht auf die leichte Schulter: „Nachdem ich Rafal Pasierbek, Sebastien Desbonnet und Thomas Sagnier Fahren gesehen habe war eindeutig klar, dass ich volles Risiko gehen muss um zu gewinnen. Deswegen habe ich dann auch meine neusten Trick ausgepackt - den 180 brake slide to roll back - obwohl ich wußte, dass das Risikobedeutet und ich eventuell stürze.“ Pfeiffer trotzte dem Risiko und schloss als Sieger der German Open ab.

Ergebnis
  1. Chris Pfeiffer, Deutschland, 56,0 Punkte
  2. Sebastien Desbonnet, Frankreich, 50,0 Punkte
  3. Rafal Pasierbeck, Polen, 49,5 Punkte
  4. Thomas Sagnier, Frankreich, 46,0 Punkte
  5. Martin Kratky, Tschechien, 21,5 Punkte
  6. Romain Jeandrot, Frankreich, 20,5 Punkte
  7. Jorian Ponomareff, Frankreich, 19,5 Punkte
  8. Adrian Pasek, Polen, 19,5 Punkte
Chris Pfeiffer in Action

Der Rest vom Schützenfest