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24. Dezember 2010
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Magazin 2010-02
Onboard Kameras im Test
MotoMonster ging zusammen mit der MOTORRAD online Redaktion auf große Test-Sause. Sieben Onboardkameras mussten ihr Können unter Beweis stellen. Wir fuhren die Protagonisten bei verschiedensten Einsätzen unter gleichen Bedingungen spazieren und schauten uns anschließend das aufgezeichnete Ergebnis an. Von haarstäubend bis unfassbar gut war alles vertreten. Doch Bild- und Tonqualität waren bei weitem nicht die einzigen Kriterien auf unserem Prüfstand. Befestigung, Bedienerfreundlichkeit und Verarbeitung wurden ebenso beäugt.
Video- und Tonqualität
Was haben wir in den letzten Jahren der Onboard-Filmerei nicht schon alles erlebt! Gemessen daran, was vor einigen Jahren noch zur Verfügung stand, ist das Angebot von heute grandios. Gleich zwei unserer Test-Objekte sind mit Full-HD ausgestattet und der Rest liefert immerhin noch ein Bild, welches problemlos einen herkömmlichen Röhrenfernseher füllt. Doch Full-HD ist nicht unbedingt ein Qualitätsindiz. Diese Bezeichnung trifft lediglich eine Aussage über die Auflösung (1920x1080 Pixel), jedoch nicht über die Farbtreue oder die Lichtempfindlichkeit. Full-HD ist in erster Linie ein Hinweis darauf, dass man viel Speicherplatz für die Mitschnitte benötigt. Wenn eine Kamera in HD-, oder VGA-Auflösung ordentliche Bilder einfängt, kann ihr Nutzwert unter Umständen sogar höher liegen.
Beim Ton bekommen es die Onboard Kameras wirklich nicht leicht gemacht. Sie stehen meist im Wind, sind möglichst steif am Fahrzeug befestigt und erhalten daher Vibrationsgeräusche und das Knarzen der Verkleidung frei Haus mitgeliefert. Wir setzen bei unseren üblichen Aufnahmen darauf die Kamera am Helm zu montieren. Dadurch sind Windgeräusche zwar garantiert, aber das Bild bleibt durch die federnde Wirkung der menschlichen Wirbelsäule recht stabil. Bei der Bewertung floss die Tonqualität nur zu gewissem Maße ein - soll heißen, dass lediglich abslute Ausreißer Beachtung fanden.
Die Befestigung
Ein durchaus wichtiges Bewertungskriterium. Wer möchte sich schon Stunden vor der Fahrt mit dem Ranfriemeln der Kamera beschäftigen. Unter Umständen auch noch mit dem Ergebnis, dass der Aufnahmewinkel, den man im Schweiße seines Angesichts verwirklicht bekommen hat, komplett falsch war. Manche Anbieter legen ihr Zubehör extrem spartanisch aus, was nicht weiter schlimm wäre. Doch wenn das wenige was zur Befestigung angeboten wird auch noch billiger Kirmesbuden-Kram ist, dann wird's blöd.
Bedienerfreundlichkeit
Manche Hersteller schaffen es tatsächlich, ihre Kamera zum Buch mit sieben Siegeln zu machen. Bei anderen wiederum genügt ein kurzer Blick in die Anleitung und man hat das Konzept verstanden. Noch besser ist es hingegen, wenn selbst das nicht nötig ist. Gerade Kameras mit Display konnten an dieser Stelle punkten. Zum Beispiel die AIM und Oregon - sie sind die einzigen, die eine Livebild-Vorschau im Display anzeigen. Diese beiden Modelle erhalten zumindest hier die volle Punktzahl.
Verarbeitung
Die geringste Punktzahl gab es bei der Verarbeitung zu holen. Hier achteten wir auf scharfe Kanten, Haptik und die Wertigkeit der Materialien.
Geheimtipp
Leider hatte sich die 12-Euro Kamera aus ebay schon vor der letzten Testsitzung verabschiedet. Doch gemessen am Preis und der daraus geschöpften Bildqualität, mussten wir dieses Spaßobjekt außerhalb der Wertung mit aufführen.
Eine Frage des Codec
Wer mit einer Onboard Kamera seinen Spaß haben möchte, der sollte unbedingt darauf achten, dass er für die spätere Verarbeitung der Aufnahmen auch eine geeignete Software hat. Die von uns getesteten Geräte benutzen allesamt die Codecs Motion JPEG oder H.264 in jeweils unterschiedlichen Containern. Als Container bezeichnet man das Dateiformat, in dem der Film gespeichert wird, während der Codec eine Aussage über die Aufzeichungsmethode gibt.
Hierzu könnten wir viel schreiben, wenn wir denn tatsächlich den Durchblick hätten. Man sollte die Möglichkeiten der heimischen Lieblings-Software ausloten, wobei moderne Programme mit H.264 codierten Daten klar kommen sollten. Um sich ganz sicher zu sein raten wir direkt nach dem Kauf mit einem kurzen Test sicherzustellen, dass Kamera und Software miteinander harmonieren.
Making of des Vergleichstest
Clip aus der GoPro HD
Clip aus der Contour HD 1080p
Clip aus der Midland XTC-100
Clip aus der Oregon ATC 5K
Clip aus der Camsports NANO
Clip aus der AIM Smarty Cam
Clip aus der Highpeq Speedcam SC-130
Clip aus der GS 500
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