C2

MAXImum

Die C2 in Lichtenberg wurde von einem jungen Gaststarter bereichert, welcher die Herren auf den dicken Maschinen das Fürchten lehrte. Maxi Niewiadomski hatte sich bei seinem Teamchef Ralf Ebert die 530er Husqvarna ausgeliehen und pfiff den alt eingesessenen Piloten gehörig um die Ohren. Schon im Zeittraining hatte der junge Münchener mit einer halben Sekunde Vorsprung verdeutlicht, dass er auch das große Gerät äußerst schnell um den Kurs manövrieren kann. Kevin Dietze hatte die zweitschnellste Zeit gefahren. Er ist auf dem Erzgebirgsring zuhause, denn sein Heimatort Roßwein liegt gerade mal 40 Kilometer entfernt. Für einen ohnehin schnellen Mann sicher eine gute Ausgangsposition. Tabellenführer Eric Müller stand auf der dritten Startposition, gefolgt von seinem Hauptwidersacher Toni Trusch.

Trusch verschenkt wichtige Punkte

Nach dem Start zum ersten Rennen hatte Maxi auf Anhieb die Nase vorne und eilte dem Feld auch direkt davon. Insgesamt brannte er der C2 Truppe 12 Sekunden auf den Pelz. Müller nahm zwar zügig die Verfolgung auf, konnte aber nicht lange mithalten. Daniel Dechent war in der ersten Runde noch vor Toni Trusch gelegen, musste sich aber in der zweiten am Ausgang des Offroad geschlagen geben. Besonders bitter traf es Kevin Dietze. Der Einheimische lag in der ersten Runde nur auf Platz sieben und hatte somit einiges aufzuholen. Den Anfang machte er dann direkt in der zweiten Runde. Er überholte Christian Reiß und blies direkt zur Attacke auf Eike Moes und Daniel Dechent. Diese beiden steckte er dann tatsächlich im Laufe der dritten Runde in die Tasche. Die nun klaffende Lücke zu Toni Trusch konnte Dietze aus eigener Kraft nicht schließen, doch in der neunten Runde baute Trusch einen Fehler ein, überließ Dietze den dritten Rang und wurde Sechster. Eike Moes operierte lange Zeit an Daniel Dechent, der sich aber erfolgreich zur Wehr setze und Platz vier sicherte.

Maxi wieder ganz vorne

Das zweite Rennen der C2 kann man getrost als eine Art Stellungskrieg bezeichnen. Maxi gewann den Start, Kevin Dietze war Zweiter, Müller auf Rang drei, Toni Trusch auf Rang vier und Fahrersprecher Eike Moes folgte auf der fünften Position. Soweit die erste Runde, doch reflektiert man das Ergebnis des Rennens, dann bleibt alles gleich. Lediglich Christian Reiß, der nach dem Start Sechster war, musste sich von Rutz, Sebastian und Daniel Dechent durchreichen lassen. Sebastian Dechent legte in der letzten Runde noch mal nach und luchste Rutzl die sechste Position ab.

Schwächeln ist was für Weicheier, aber nichts für Monster

Rutzl war in hervorragender Verfassung, durchtrainiert bis zum Anschlag und zudem hochmotiviert. Die Verkettung mehrerer unglücklicher Umstände machte es dem Redaktions-Helden aber unmöglich, sich an gewohnter Spitzenposition rumzutreiben. Zum einen wurden seismische Aktivitäten festgestellt, wodurch der Verlauf der Bahn sich vor Rutzls Vorderrad stetig änderte und hinter ihm sofort wieder abflaute. Ein Problem, welches den anderen Piloten somit erspart blieb. Leider fand der MonsterPilot dadurch keine saubere Linie und war gezwungen, umherzueiern. Zudem war Rutzls taubenartiger Orientierungssinn durch geheime Tuningmaßnahmen an der Lichtmaschine seiner Husaberg eingeschränkt, was seine Gefolgschaft an Mechanikern nicht ahnen konnte. Das verstärkt aufgebaute Magnetfeld sollte durch erhöhte Anziehungskraft die Bodenhaftung verbessern und einen flachen Weg über die Jumps ermöglichen. Leider irritierte diese technische Finesse die Sinne des Fahrers mehr, als dass sie ihm half. Im zweiten Rennen drehte das Sprachmodul der Husaberg durch. Diese Erfindung, welche ihr Vorbild aus einer bekannten amerikanischen Fernsehserie zieht, machte Mucken. Verschiedene Befehle des Piloten, wie zum Beispiel: "Jetzt mach voran du Drecksau!" und "Hopp! Hopp! Hopp!", wurden vom System fehlinterpretiert, was zu stotterndem Fahrverhalten der High-Tech Waffe führte.

Die offizielle Version lautet: Markus Rutz wurde nicht warm mit dem Erzgebirgsring, war weit davon entfernt, schnell zu sein und hatte im zweiten Rennen mit einem lockeren Batteriepol zu kämpfen. Platz acht und sieben waren das Ergebnis.

C2 Meisterschaftsstand nach 4 von 14 Rennen:

  1. Eric Müller (#89) / Honda - 94 Punkte
  2. Kevin Dietze (#74) / Husqvarna - 82 Punkte
  3. Toni Trusch (#570) / Husaberg - 78 Punkte
  4. Eike Moes (#84) / KTM - 64 Punkte
  5. Daniel Dechent (#102) / Husqvarna - 59 Punkte
  6. Markus Rutz (#77) / Husaberg - 54 Punkte
  7. Sebastian Dechent (#54) / Husqvarna - 50 Punkte
  8. Christian Reiß (#11) / Husqvarna - 42 Punkte
  9. Ralf Söllner (#63) / Honda - 39 Punkte
  10. Rik Zulka (#61) / Husaberg - 36 Punkte

 

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