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21. Februar 2011
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Magazin 2011-02-IDSM
Altersvorsorge
Vom 21. - 22. Mai fanden die Läufe zwei und drei des Ü40-Cup auf dem Erzgebirgsring im sächsischen Lichtenberg statt.
Leider war rund um den Veranstaltungsort keinerlei Hinweis auf die Veranstaltung zu finden. Dementsprechend gering war die Zuschauerzahl am Samstag. Schade für die Fahrer des Cup, so fanden ihre Trainings und der erste Lauf vor fast leeren Zuschauerrängen statt. Die Spannung sollte unter dieser Tatsache allerdings nicht leiden.
Die freien Trainings fanden am Vormittag noch bei strahlendem Sonnenschein statt. Ab Mittag zogen dann die ersten dunklen Wolken am Horizont auf und jeder fragte sich, ob der Renntag trocken über die Bühne gehen würde.
Zeittraining:
Bedingt durch das Fehlen von Jürgen Hüther fuhr Helmut Peter, fast erwartungsgemäß, mit seiner in Ehren gealterten Stahlyamsel mit einer Zeit von 1:04,26 auf Pole. Einfach wurde es ihm allerdings nicht gemacht. Rundenlang wechselte die Pole zwischen Helmut Peter und dem pfeilschnellen Gaststarter Denis Herrmann. In einer freien Runde baute Helmut Peter den Abstand dann auf knapp 1,2 Sekunden aus. Denis Herrmann konnte sich zwar noch steigern, den Abstand aber nur noch auf 0,099 Sekunden verringern und fuhr in einer Zeit von 1:04,359 auf Startplatz zwei. Cupchef Harald Wirtz stellte seine KTM hinter zwei weiteren Gaststartern in einer Zeit von 1:05,345 auf Startplatz fünf. Einen besonders positiven Eindruck hinterließ der Niederländer Arie van Engelen bei seinem ersten Cupauftritt. Er sicherte sich den sechsten Startplatz. Robert Pellerei, wie immer motiviert bis in die Haarspitzen, erwischte eine Bodenwelle vor der Boxengasse so ungünstig, dass er zu Boden ging. Er benötigte dann einige Zeit um seine Husaberg wieder zum Leben zu erwecken und musste sich mit Startplatz 18 zufrieden geben. Angelika Otto war nach ihrem Trainingsunfall beim ersten Rennen in Saarbrücken wieder am Start. Wie schon im letzten Jahr balgte sie sich die gesamte Trainingszeit mit Holger Rosenbaum, anstatt gemeinsam nach vorne zu arbeiten. So mussten sich die beiden mit Startplatz 21 bzw. 22 zufrieden geben.
Positiv fiel auf, dass der Zeitabstand vom Schnellsten zum Langsamsten, der im Jahr 2010 meist bei 20 Sekunden lag, im Jahr 2011 auf knapp 10 Sekunden geschrumpft ist.
Rennen 1, Samstag:
"So...", dachte sich der Wettergott, "...jetzt sorge ich für ein zusätzliches Spannungsmoment!" und öffnete zehn Minuten vor Rennstart die Regenschleusen. In der Hoffnung, dass es sich nur um ein paar Tropfen handeln möge, erschien das komplette Starterfeld auf Slicks im Vorstart. "Nix da!", sprach der Wettergott: "Der Racetrack wird jetzt unter Wasser gesetzt!" Nach Rücksprache mit der Rennleitung wurde der Start um zehn Minuten verschoben, um dem Starterfeld die Chance zu geben, auf Regenreifen umzurüsten. Als die Fahrer dann um 16:20 Uhr wieder im Vorstart standen und fast alle auf Regenreifen umgerüstet hatten, hörte der Regen schlagartig auf. Nun war die große Frage: "Wer kommt auf abtrocknender Strecke mit schnell abbauenden Regenreifen am besten klar?"
Helmut Peter testete in Führung liegend, die Asphalttemperatur hautnah und konnte erst im Mittelfeld das Rennen wieder aufnehmen. Er startete aber eine sehenswerte Aufholjagd und kam auf Platz vier durchs Ziel. Matthias Bremer, auf Platz elf gestartet, fand sich nach seiner Bodenprobe auf Platz 16 wieder und schaffte es, den Zielstrich wieder auf Platz elf zu überqueren. Georg Lamberty, in Saarbrücken noch inoffiziell "Mr. Aggressivität" getauft, konnte seinen sechsten Startplatz nicht verteidigen und kam auf Platz neun ins Ziel. Die Gaststarter Denis Herrmann und Steffen Polke hielten sich aus allem raus und wurden dafür mit den Plätzen eins und zwei belohnt. Da Gaststarter im Ü40-Cup aber nicht Punkte-berechtigt sind, standen Arie van Engelen, Helmut Peter und Peter Kriegenhofer auf dem Treppchen. Peter Kriegenhofer, von Startplatz 13 ins Rennen gegangen, freute sich über seinen dritten Platz als hätte er gerade ein Rennen der Moto GP gewonnen. Ein breites Grinsen hatte nach dem Rennen auch Jens Lindenlaub im Gesicht. Von Startplatz 25 mit Slicks ins Rennen gegangen, fuhr er die gleichen Rundenzeiten wie im Zeittraining, wurde mit Platz 19 belohnt und freute sich über seine ersten Wertungspunkte im Cup.
Warm up, Sonntag:
Die Fahrer hatten die Ehre, das Fahrerlager zu wecken, als sie die Motoren anwarfen, um fast pünktlich um 8:35 Uhr zum Warm up auf die Strecke zu stürmen. Am besten kam Helmut Peter mit der frühen Morgenstunde klar, dominierte das restliche Starterfeld deutlich und brannte eine 1:05,319 in den Asphalt.
Rennen 2, Sonntag:
Bei strahlendem Sonnenschein standen die Fahrer um 9:45 Uhr in der Startaufstellung, um ihren zweiten Lauf, diesmal unter trockenen Bedingungen, über die Bühne zu bringen. Helmut Peter konnte beim Start seine Pole Position behaupten und kam dicht gefolgt von Denis Herrmann aus Runde eins zurück. Jörg Kutschke passierte beim Start ein kleines Missgeschick, was zur Folge hatte, dass er in Runde drei von den Sportkommissaren wegen Frühstarts zu einer Stop&Go Strafe eingeladen wurde. So ans Ende des Feldes gespült, startete er eine sehenswerte Aufholjagd und kam auf Platz 19 ins Ziel. Im Mittelfeld balgten sich unterdessen Robert Pellerei, Welf Ernst und Jörg Gregor um Platz 15. Jörg Gregor fand mit seiner Yamaha keinen Weg an den beiden Hubraumboliden vorbei und musste sich mit Platz 17 zufrieden geben. Robert Pellerei fuhr unterdessen die Ellenbogen aus, um es Welf Ernst schwer zu machen und donnerte auf Platz 15 über die Ziellinie. An der Spitze baute Helmut Peter seine Führung kontinuierlich aus und kam mit einem Vorsprung von 3,518 sec. auf Platz eins ins Ziel. Gefolgt von dem nie aufgebenden Denis Herrmann. Steffen Polke musste sich bei diesem Lauf mit Platz drei zufrieden geben. Auf dem Podest standen – gaststarterbereinigt – Helmut Peter, Arie van Engelen und Matthias Bremer.
Der Niederländer Arie van Engelen bewies mit den Plätzen eins und zwei an diesem Rennwochenende eindrucksvoll, dass er ein gewichtiges Wörtchen bei der diesjährigen Cupentscheidung mitreden wird. Matthias Bremer zeigte mit seinem Ergebnis, dass mit ihm zu rechnen ist, sollte ihn nicht Material oder Kondition verlassen.
Dass die Ü40-Truppe nicht nur auf der Strecke für Action sorgt, sondern auch für Überraschungen vor dem Start gut ist, zeigte die Einlösung einer verlorenen Wette, von, nennen wir ihn mal Sascha, im Vorstart. Nur mit einem Spitzenhöschen bekleidet, spielte er das "Gridgirl" für den Pole-Setter Helmut Peter.
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