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21. Februar 2011
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Magazin 2011-01
Hermunen und Zupin in 2011
Die Gerüchteküche hat während der Wintermonate so manches hervor gebracht. Zum Beispiel auch die Annahme, dass TM und Husqvarna sich vollends aus der Supermoto-WM zurückziehen wollen. In diesem Zusammenhang muss man sich natürlich auch um Mauno Hermunen Gedanken machen. Immerhin steht er nach wie vor bei Husqvarna unter Vertrag und fuhr 2010 beste Ergebnisse ein. Fakt ist, dass das Husqvarna-Werk sich nicht mehr selbst um die Einsätze des Finnen bemühen wird. Sein Teamkollege und Dreifach-Weltmeister Adrien Chareyre ist bereits raus und fährt fortan Aprilia. Hermunen hatte wohl insofern Glück, als dass er, ganz im Gegensatz zu Chareyre, eine feste Bindung zu seinem engagierten Importeur hat. Zupin hat Hermunen entdeckt, nach Deutschland und später schließlich auch in die WM gebracht. Mit diesem Hintergrund hält Husqvarna gerne am fliegenden Finnen fest und übergibt die komplette Betreuung wieder an Zupin.
Die Teilnahme an der WM ist zum aktuellen Zeitpunkt (20.02.2011) allerdings immer noch nicht gesichert. Die von Youthstream (Promoter der WM) veröffentlichte Teamliste behauptet zwar, dass Zupin-Husqvarna an der WM teilnehmen wird, aber der deutsche Importeur kann sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht abschließend dazu äußern. Laut Zupin gibt es keine Zusage zur WM. Andererseits steht ein offizielles Dementi zur Behauptung von Youthstream auch aus. So kann man wohl davon ausgehen, dass die vorgegebene Richtung angestrebt wird.
Jasinski greift zum Zweitakter
Im Supermoto-Sport ist er als Liebhaber großvolumiger Motoren bekannt. Mit seiner 650er Husaberg riss in den vergangenen vier Jahren zwei DM-Titel an sich und wurde zwei Mal Vizemeister. Neben der Rennstrecke ist Jasinski Inhaber einer ausgesprochen gut sortierten Hydraulik-Werkstatt und schaut sich mehrmals täglich seine erlesene Sammlung von Motorrädern an – alles Zweitakter!
Ursprünglich wollte Jasi den Supermoto Sport nach 2010 an den Nagel hängen, so zumindest seine Aussage zu Beginn der letzten Saison. Doch die Aussicht darauf, dass sein Lieblingshersteller 2011 mit einem Zweitakter in den Markt preschen wird, ließ ihn frische Luft ziehen. Über mehrere Versuchsstadien hinweg hat Jasinski nun seine 300er Husaberg flott gemacht und feilt fast täglich an der Konkurrenzfähigkeit. Mit satten 380 Kubik und einem Kampfgewicht von gerade eben 100 Kilo wird er in der Supermoto-DM auftrumpfen.
Insgesamt ist der exzentrische Ex-Motocross-Profi ein wandelndes Unikum. Eine Führung durch seinen kompletten Fuhr- und Maschinenpark dauert mitunter Stunden und wird auf keinen Fall langweilig. Daher ziehen wir natürlich auch eine umfassende Homestory in Betracht, müssen aber noch damit warten, bis Jasinski seinen Flugschein hat. Das Air-Wems-Gerät steht schon in einer seiner geräumigen Garagen zum Abflug bereit.
Bernd Hiemer auf MZ in der Moto2
Der Doppelweltmeister Bernd Hiemer dreht dem Supermoto-Sport den Rücken zu – aber nur fast. Hiemer plante schon vor langer Zeit einen Ausflug in den Straßenrennsport, wurde aber mitunter durch seine unsägliche Verletzungsserie davon abgehalten. Nun, da 2010 erneut keine wirklich positiven Aspekte aus Sicht des Profis mit sich brachte, war ein Angebot seitens MZ sicher eine willkommene Alternative. Da Martin Wimmer das Thema Supermoto für seine kleine Motorradschmiede durchaus in Betracht zieht, hatte er schon vor einem Jahr über einen Einsatz von Hiemer nachgedacht. Da das Moto2-Projekt im Erstlingsjahr durchaus erfolgreich verlaufen ist, plant man in Zschopau erneut und konkret. Anthony West wird zusammen mit Max Neukirchner weiterhin in der Moto2-WM an den Start gehen, während man ein zweites Team in die spanische Meisterschaft der Moto2 entsenden wird. Für den Einsatz dort verpflichtete man jüngst Arne Tode und Bernd Hiemer. Wimmer meinte im Gespräch mit Supermoto.de: "Hiemer ist nicht nur in der Moto2 eine Bereicherung für uns, sondern durchaus auch für unsere Planungen im Geländesport und Supermoto. In Spanien kann er zusätzlich in aller Ruhe seine Erfahrungen im Straßenrennsport sammeln und ausbauen."
Aufsteiger – das große Loch nach dem Erfolg
Da rackern sich die Jungs durch die vorgeschalteten Klassen, sind dann im Pokal ganz weit vorne, steigen in die DM auf und man hört unter Umständen nichts mehr von ihnen. Das ist mit ein Grund, weshalb einige es vermeiden in die S-Klasse aufsteigen zu müssen. MotoMonster wird auf seinem Portal Supermoto.de die Berichterstattung erweitern. Wir werden, ungeachtet von der Platzierung im Rennen, auch auf die besten Aufsteiger der jeweiligen Saison eingehen. Wir hoffen den Aufsteigern dadurch die Entscheidung zur DM ein wenig leichter zu machen.
Amateure jetzt mit Wertung
Es ist fast immer so – Beschwerden sind lauter und werden vehementer vorgetragen, als Zustimmung. Die wird zumeist stillschweigend mit sich selbst vereinbart, und vielleicht noch mit einem Kopfnicken zur Geltung gebracht. Lange Zeit sahen sich die Promoter dem Zorn einiger Amateure ausgesetzt, weshalb es keine Wertung für diese Klasse gäbe. Wohl gemerkt, DIE Promoter, denn das Thema schleift der ADAC Saarland noch aus MOTORRAD-Zeiten hinter sich her. Jetzt, da man eine Lösung für dieses uralte Thema anbietet, wird dies von den Verfechtern mit einem Kopfnicken quittiert. Aber neue Beschwerdeführer sind schnell gefunden – nämlich jene, die in den vergangenen Jahren nichts an der Art und Weise der Amateurklasse auszusetzen hatten.
Die Amateure werden fortan in zwei Klassen eingeteilt, Nord und Süd. Beide Regionen fahren jeweils vier Rennen in einer getrennten Wertung aus, wobei die Besten aus beiden Meisterschaften sich zum Schluss der Saison in Stendal treffen um ein gemeinsames Finale auszufechten.
Die tatsächlichen Vor- und Nachteile dieses Verfahrens werden wir am Ende der Saison zusammenschreiben und bewerten können. Solange sei gesagt: Gut, dass sich des Themas angenommen wird.
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