editorial ...dort solltest Du hin.

Unser Herzblut hängt an einem ganz speziellen Sport. Supermoto ist im Verhältnis zu den anderen Motorradsportarten noch verdammt neu, wenig in der Kultur des Motorsports verankert und auch zu unbekannt. Den Lesern da draußen, die Supermoto noch nie live gesehen haben sei gesagt – Ihr habt was verpasst!

Nirgens sonst kann der Zuschauer so nah am Geschehen stehen, wie beim Supermoto. Da pfeifen einem die brüllenden Maschinen im Abstand von 5 Metern vor der Nase vorbei! Da kann man sehen, was die Piloten tun, damit sie vorm nächsten Eck die Karre möglichst tief und quer in die Bahn legen, um aus dem perfekten Drift heraus wie eine Kanonenkugel in den nächsten Streckenabschnitt zu donnern! Ja, beim Supermoto kann man sogar hören, wie sich die Lenkerenden beim Überholvorgang behaken!

Wir lieben diesen Sport und die ganze Szene die ihn letztenendes ausmacht. Daher raten wir allen die noch nie auf einem Supermoto DM-Event waren: Schau 2011 vorbei, das musst Du erlebt haben!

ÜBERSICHT ALLER BERICHTE DES SUPERMOTO SPEZIAL

37-grad-hot

editorial Ein wahrlich schräger Sport.

Kein Mensch käme auf die Idee, mit Langlaufskiern von einer Schanze zu hüpfen oder sich mit Sprungskiern die berühmt- berüchtigte Streif hinunter zu stürzen. Für jeden Einsatzzweck nehmen Sportler geeignetes Material her, um höher, schneller und weiter zu kommen. Supermoto-Piloten ticken da ein wenig anders.

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editorial Stendal – Flugplatz Borstel

Eine Bahn wie man sie sich wünscht. Lange Geraden mit weitläufigen Kurven. Das ist eine Aufforderunge zum Überholen. Die Bahn besteht ausnahmslos auf großen Betonplatten, gespickt mit dicken Bitume-Fugen – wie es für alte Militärflugplätze im Osten so üblich ist. Der Offroad kann sich aufgrund des hohen Platzangebotes entfalten und wechselt zwischen kleinen und großen Sprüngen. Der verarbeitete Boden ist fest, staubig und enthält wenig Lehm. Da kann man schon mal ausrutschen.

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Fahrer S1 Aufgrund unserer unfassbaren Bequemlichkeit gibt es in diesem Hochformat nichts zu sehen, dafür aber im Querformat dieses Artikels. Dort zeigen wir Dir zu den Top-Elf der S1 Klasse ein paar Zusatzinformationen. Die Fahrer sind chronologisch nach Stand in der S1-Meisterschaftswertung 2010 angeordnet.

Hier kannst Du die Jungs mal ohne Helm sehen und erfährst vielleicht noch ein wenig Interessantes über sie. Also, dreh Dein iPad um und schau Dir die Fahrerprofile an.

Fahrer S2 Gleiches Spiel wie einen Artikel zuvor – geh also ins Querformat. Dort zeigen wir Dir zu den Top-Elf der S2 Klasse ein paar Zusatzinformationen. Die Fahrer sind chronologisch nach Stand in der S2-Meisterschaftswertung 2010 angeordnet.

Hier kannst Du die Jungs mal ohne Helm sehen und erfährst vielleicht noch ein wenig Interessantes über sie. Also, dreh Dein iPad um und schau Dir die Fahrerprofile an.

Stendal 24.-25. April 2010

Sieben lange Monate lagen zwischen dem Finale der 2009er DM und dem Saisonauftakt des Jahres 2010. Eine lange Durststrecke für Fahrer und Fans. Alle brannten darauf, das neue Material im Ernstfall einsetzen zu können. Als Auftakt der Supermoto-DM diente wie schon so oft der Flugplatz von Stendal. Eine riesige Betonfläche mit weitläufigem Offroad und einigen echt schnellen Streckenteilen.

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Harsewinkel 15.-16. Mai 2010

Das Emstalstadion zu Harsewinkel war die zweite Station der Supermoto-DM. Eine Gegend, in der Traktoren und vierbeinige Pferdestärken den Ton angeben. Hier ist es wahrlich nicht leicht, die Begeisterung für den Motorradrennsport unters Volk zu bringen. Doch Gott sei Dank gibt es eine aktuell etwa 300 Mitglieder starke Truppe, die sich der Verwertung fossiler Brennstoffe verschrieben hat. Der MSC Harsewinkel ist ein stolzer Club, der 1951 von 24 jungen Männern in der Halle einer KFZ-Reparaturwerkstatt gegründet wurde. Das vorrangige Thema des Vereins war und ist auch heute noch der Bahnsport. Die glorreichen Zeiten dieser Sportart sind heute vorbei, doch man hatte rechtzeitig vorgesorgt. 1980, ein Jahr nach der Errichtung des Emstalstadion und seiner Sandbahn, legte man im Inneren des Motodrom eine Kartbahn an. Dieser Ausbau war der Grundstein für die Supermoto-Tradition in Harsewinkel. Mitte Mai, um genau zu sein vom 15. bis 16., fand das nunmehr 21. Supermoto von Harsewinkel statt.

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Lichtenberg 26.-27. Juni 2010

Zum dritten Heat der Supermoto-DM reisten die Fahrer ins Erzgebirge. Um genau zu sein ging es auf den Erzgebirgsring nach Lichtenberg, einer Kart- und Supermoto Bahn. Die Rennstrecke ist noch verhältnismäßig jung. Dennoch gibt es schon einiges über sie zu erzählen. Ursprünglich war auf dem Hügel, der einem betagten Unternehmer aus Lichtenberg gehört, ein Abladeplatz für Bauschutt. Vorrangig wurde Aushub, der beim Bau der A4 anfiel, dort hingekarrt und angehäuft. Irgendwann kam der örtliche Cross Club auf die Idee das Gelände für sich zu erschließen und planierte und hügelte sich über Jahre hinweg neue Bahnen in den Schuttplatz. Dietmar Böhme, so heißt der betagte Mann, unterstützte die Crosser mit Baugeräten und alles ging seinen Lauf. Irgendwann wurde man sich aber uneins und die Crosser zogen von Dannen. "Nicht weiter schlimm." - dachte sich Böhme und überlegte sich einen neuen Verwendungszweck für das Areal. "Eine Kartbahn wäre toll, aber groß genug, dass man schnell fahren kann und diese andere Sportart... ähhh – das wo die Crosser mit Straßenreifen fahren, das will ich auch dabei haben." Der rüstige Rentner ließ fortan in regelmäßigen Abständen Asphalt in der Grube verteilen und gestaltet seit nunmehr sechs Jahren seinen Erzgebirgsring. Heute hat der Ring eine Asphaltlänge von 1.100 Metern, besitzt 200 Meter permanenten Offroad und zusätzlich noch 200 Meter asphaltierten Offroad – ein Dorado für Supermoto–Freaks!

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mx-masters

Sankt-Wendel 09.-11. Juli 2010

St. Wendel ist eine kleine, im Norden des Saarlandes gelegene Stadt mit reichlich Rennsport-Tradition. Auch die Supermoto-DM war hier schon des öfteren zu Gast und das ehemalige Gelände der französischen Besatzer diente erneut als Fahrerlager. Um das Rennen durchführen zu können, muss eine Verkehrs-Hauptader des kleinen Städtchens umgeleitet werden. Die B 269 war ab Freitag auf einem etwa 400 Meter langen Teilstück für den öffentlichen Straßenverkehr gesperrt, damit die letzten Vorbereitungen für den Supermoto-Event getroffen werden konnten. Doch die Straße stellt nur die Start-Ziel-Gerade der DM-Bahn dar. Die restliche Strecke führt über den Parkplatz des Wendelinuspark und rund um die Skaterbahn der Stadt. Als Offroad dient ein Stück unwegsames Gelände, welches der Bahn seit nunmehr fünf Jahren unverändert zur Verfügung steht.

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Schaafheim 14.-15. August 2010

Das Comeback der Supermoto-DM auf dem Odenwaldring bot viele spannende Rennen und die Zuschauer kamen in Scharen. Das Grusel-Wetter lichtete die normalerweise vollgestopften Ränge der Strecke zwar ein wenig, aber für eine Regenveranstaltung war der Zuspruch immer noch riesig und vor allem die Stimmung war äußerst fröhlich. Trotz immer wiederkehrenden Schauern wurde der weitläufige Offroad von der DM voll gefahren. Ein Umstand, der die Show zusätzlich anheizte.

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Freiburg 11.-12. September 2010

Bei herrlichem Sonnenschein und prall gefüllten Zuschauerrängen machten sich die Piloten der Internationalen Deutschen Supermoto Meisterschaft daran, die neue Freiburger Bahn im Gewerbepark Breisgau zu beleben. Der neu angelegte Offroad bot den Fahrern eine optimale Spielwiese und den Zuschauern ein atemberaubendes Arena-Feeling.

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Grossenhain 25.-26. September 2010

Nach einem durch und durch verregneten Sonnabend, musste die Supermoto-DM in Großenhain am Veranstaltungssonntag vorzeitig abgebrochen werden. Die Regenschauer hielten während der Nacht und dem Vormittag an und setzten die Betonplatten-Strecke des nunmehr stillgelegten Flugplatzes, an einigen Stellen zu stark unter Wasser. Diese Tatsache verlangte nach einer wohl überlegten und konsequenten Entscheidung der Rennleitung. Leider entging den DM-Piloten dadurch die letzten Möglichkeiten das Gesamtergebnis zu beeinflussen, doch gerade die frisch gekürten Meister hatten ohnehin solide Polster.

Besonders tragisch war die Wettersituation allerdings für den Veranstalter MSC Großenhain. Schlimm genug, dass der Verein den ursprünglich für Juni angesetzten Termin schon weitestgehend organisiert hatte und diesen dann wegen Sturmschäden in der Region kurzfristig absagen musste.

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mx-masters

SMoN 02.-03. Oktober 2010

Bei der Mannschaftsweltmeisterschaft im französischen Cahors stand das deutsche Team erneut auf dem Podium. Nach einem Sturz mit Beckenbruch von Bernd Hiemer (KTM) aus dem deutschen A-Team waren es die Junioren, die hinter Gastgeber Frankreich und Favorit Italien mit Platz drei Bronze erreichten. Damit sorgten die "Young-Guns" mit Jan Deitenbach, Markus Class (beide Suzuki) und Nico Joannidis (Husaberg) nach dem Titelgewinn im vergangenen Jahr erneut für eine faustdicke Überraschung. Neben kluger Fahrweise und kämpferischem Einsatz war das Podium aber auch das Resultat einer tollen Leistung des gesamten Teams vor Ort, inklusive der beiden verbliebenen A-Fahrer Michi Herrmann (Husqvarna) und Jürgen Künzel (Aprilia). Am Ende der drei Rennläufe war es gerade einmal ein Punkt Vorsprung auf Finnland, mit dem die Junioren Platz drei erreichten.

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SMoN Hermunen und Zupin in 2011

Die Gerüchteküche hat während der Wintermonate so manches hervor gebracht. Zum Beispiel auch die Annahme, dass TM und Husqvarna sich vollends aus der Supermoto-WM zurückziehen wollen. In diesem Zusammenhang muss man sich natürlich auch um Mauno Hermunen Gedanken machen. Immerhin steht er nach wie vor bei Husqvarna unter Vertrag und fuhr 2010 beste Ergebnisse ein. Fakt ist, dass das Husqvarna-Werk sich nicht mehr selbst um die Einsätze des Finnen bemühen wird. Sein Teamkollege und Dreifach-Weltmeister Adrien Chareyre ist bereits raus und fährt fortan Aprilia. Hermunen hatte wohl insofern Glück, als dass er, ganz im Gegensatz zu Chareyre, eine feste Bindung zu seinem engagierten Importeur hat. Zupin hat Hermunen entdeckt, nach Deutschland und später schließlich auch in die WM gebracht. Mit diesem Hintergrund hält Husqvarna gerne am fliegenden Finnen fest und übergibt die komplette Betreuung wieder an Zupin.

Die Teilnahme an der WM ist zum aktuellen Zeitpunkt (20.02.2011) allerdings immer noch nicht gesichert. Die von Youthstream (Promoter der WM) veröffentlichte Teamliste behauptet zwar, dass Zupin-Husqvarna an der WM teilnehmen wird, aber der deutsche Importeur kann sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht abschließend dazu äußern. Laut Zupin gibt es keine Zusage zur WM. Andererseits steht ein offizielles Dementi zur Behauptung von Youthstream auch aus. So kann man wohl davon ausgehen, dass die vorgegebene Richtung angestrebt wird.

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