08_hiemer_athomeDer Doppelweltmeister Bernd Hiemer dreht dem Supermoto Sport den Rücken zu - aber nur fast. Hiemer plante schon vor langer Zeit einen Ausflug in den Straßenrennsport, wurde aber mitunter durch seine unsägliche Verletzungsserie davon abgehalten. Nun, da 2010 erneut keine wirklich positiven Aspekte aus Sicht des Profis mit sich brachte, war ein Angebot seitens MZ sicher eine willkommene Alternative. Da Martin Wimmer das Thema Supermoto für seine kleine Motorradschmiede durchaus in Betracht zieht, hatte er schon vor einem Jahr über einen Einsatz von Hiemer nachgedacht. Da das Moto2 Projekt im Erstlingsjahr durchaus erfolgreich verlaufen ist, plant man in Zschopau erneut und konkret. Anthony West wird zusammen mit Max Neukirchner weiterhin in der Moto2 WM an den Start gehen, während man ein zweites Team in die spanische Meisterschaft der Moto2 entsenden wird. Für den Einsatz dort verpflichtete man jüngst Arne Tode und Bernd Hiemer. Wimmer meinte im Gespräch mit Supermoto.de: „Hiemer ist nicht nur in der Moto2 eine Bereicherung für uns, sondern durchaus auch für unsere Planungen im Geländesport und Supermoto. In Spanien kann er zusätzlich in aller Ruhe seine Erfahrungen im Straßenrennsport sammeln und ausbauen."

Nach dem Grand Prix Finale in Valencia beginnt offiziell die Vorbereitung auf die neue Moto2-Klasse.

09_almeria_tode_test_360Überall werden die neuen Maschinen getestet und beim Finale der spanischen Meisterschaft starteten die 600 Kubik-Viertakter in einer eigenen Klasse.
Auch das Racing Team Germany mit Pilot Arne Tode ist schon auf der Piste aktiv. Obwohl man sich noch nicht für einen Fahrwerkshersteller entschieden hat, testete Tode eine FTR-Moto2 Maschine in Almeria. Sogar mit einem Serienmotor brannte Tode dabei sehr beachtliche Zeiten in den Asphalt. Dabei wurden die 1.38er Zeiten nicht mit Gewalt heraus gepresst, sondern seien im normalen Testbetrieb gefahren worden. Das Team Germany hält sich aber noch offen, ob mit FTR-, Kalex- oder Suter-Chassis gefahren wird.

 

 

09_kalex_moto2_test_val_0185In Valencia konnte man die ersten Tests der Kalex-Moto2 Maschine beobachten. Gleichzeitig mit Moriwaki und Harris testete man beim offiziellen MotoGP Test nach dem GP-Finale. Dabei war Toni Elias auf der Moriwaki zwar drei Sekunden schneller, als Alex Pons auf der Kalex. Dabei muss man aber auch bedenken, dass der MotoGP-Sieger des portugiesischen Grand Prix 2006 ein ganz anderes, fahrerisches Kaliber ist ,als der junge Sohn des Teamchefs Sito Pons. Vielmehr sind die Ergebnisse für Kalex absolut positiv.

Weitere Fotos in der Bildergalerie von Andy & Fritz Glänzel.

Ralf Waldmann startet wieder in der Klasse seiner größten Erfolge: Im der 250 Kubik Weltmeisterschaft beim Grand Prix von Großbritannien in Donington.

Da sich der reguläre Pilot der Kiefer Aprilia 250 beim Sachsenring GP die Hand gebrochen hat, fragte man kurzerhand bei Ralf Waldmann nach. Waldi ist noch immer einer der erfolgreichsten Deutschen Rennfahrer aller Zeiten. Zweimal war er Vizeweltmeister in der 250iger Klasse, 14 Grand Prix-Rennen hat er gewonnen. Und da er noch immer Vollblutrennfahrer ist, konnte der MZ-Teilhaber der Versuchung nicht wiederstehen. Ralf Waldmann vertritt in Donington Leonov, das Comeback ist aber definitv auf dieses eine Rennen beschränkt.

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