Es ist zwar schon ein ganzes Weilchen her, dass der deutsche Supermoto Tross Harsewinkel ansteuerte, aber leider war es bis dato nicht möglich einen Rückblick auf die Rahmenklassen der DM zu liefern. Dies wollen wir hiermit kurz und bündig nachholen.

 

C1

20100516_queens_0756Nach eigener Einschätzung hatte Kevin Würterle das Zeittraining ein wenig verbockt. Alexander Köckritz sicherte sich die Pole und reihte Würterle, Steffen Schmid und Alexander Büttner neben sich in Reihe eins. Während Kevin Würterle in beiden Rennen der C1 Klasse deutlich den Ton angab, hatte Köckritz so seine Probleme mit dem Dranbleiben. In der letzten Runde des ersten Rennens drängelte sich auch noch Schmid an Köcke vorbei und sicherte sich Platz zwei. Im zweiten Rennen kam es nicht zu diesem Duell. Würterle, Köckritz und Schmid wurden des Frühstart bezichtigt. Nachdem Schmid schon in der ersten Runde weit zurückgefallen war, tauchten Würterle und Köckritz gleichzeitig in der Wartezone auf. Für Würterle hervorragend, aber Köcke kam erst unter Verkehr wieder auf die Strecke. Nachdem Schmid seine Penalty abgesessen hatte, war eine Aufholjagd in die vorderen Ränge für ihn undenkbar. Er wurde Neunter. Für Büttner lief es hingegen richtig gut. In Lauf eins hatte er Raphael Stornig im Genick hängen, verteidigte allerdings seinen vierten Platz gegen den Mann auf der betagten Husqvarna. Beim zweiten Rennen konnte Büttner die Probleme von Schmid in einen dritten Platz ummünzen. Der Däne Martin Hansen hatte so seine liebe Not mit Janina Würterle. Die junge Dame war in Harsewinkel pfeilschnell unterwegs, und das trotz eines schweren Sturzes im Zeittraining. Sie schnappte sich den Dänen im ersten Rennen und erntete Rang sechs, während Hansen, wohl verwundert über die forsche Art süddeutscher Mädels, kurz darauf ein paar Plätze zurück fiel. Im zweiten Rennen trafen die beiden auch prompt wieder aufeinander. Die von zehn gestartete Janina hatte einen Kerl nach dem anderen niedergekämpft und trieb Hansen stetig vor sich her. Sie kam zwar nicht vorbei, doch die Hatz verschaffte den beiden Rang vier und fünf.

 

C2

20100516_queens_1048Da sich Ralf Ebert beim Training verletzte und von da an nicht mehr als Widersacher von Andre Prehn zur Verfügung stand, musste jemand anderes gefunden werden der dem Ex-MX3 Piloten Feuer unter den Allerwertesten machen konnte. Eric Müller übernahm diese Aufgabe und meisterte sie, zumindest im Zeittraining und im zweiten Rennen, mit Bravour. Im ersten Lauf kam Müller schlecht aus den Puschen und landete hinter Erler auf Platz vier, doch beim Sonntagsrennen der C2 ließ er Prehn nicht aus den Augen. Ein Fehler, und Müller hätte die Siegesserie von Prehn unterbrochen. Aber es blieb dem jungen Blondschopf verwehrt. Gordon Erler von Frechs MX World zeigte einen ähnlichen Ansatz. Im ersten Lauf blieb ein Weilchen an Prehn dran, ließ dann aber eine Lücke von etwa drei Sekunden klaffen. Das gefiel Frank Brockhausen offensichtlich gar nicht. Der Brocster rauschte in der drittletzten Runde noch an Erler vorbei und konnte satte zwei Sekunden auf Prehn gut machen. Zum Angriff reichte es allerdings nicht mehr. Im zweiten Rennen blieb Erler dafür vor Brockhausen und holte somit erneut den dritten Platz. Auf den Rängen fünf und sechs wechselten sich Steffen Jung und Rik Zulka ab. Zulka holte im ersten Rennen den fünften Platz und Jung wurde Sechster. Sonntags dann genau anders herum. Pechvogel der C2 Rennen war definitiv Marco Zielinski. Der Viertplatzierte des Zeittrainings konnte im ersten Rennen wegen technischer Probleme an seiner Husqvarna nicht starten, und das zweite Rennen leider nicht mit der Schwarz-Weiß karierten Flagge beenden.

 

S3

20100516_queens_0944Es war 131-Wochenende! Wie sein Vorbild aus der S1 konnte auch Manuel Hagleitner die volle Punktzahl mit nach Hause nehmen. Sein Konkurrent um diese Position war Maxi Niewiadomski. Maxi hatte im Zeittraining zwar die schnellste Zeit gefahren, wurde aber von der Rennleitung fünf Plätze nach hinten gesetzt. Grund: Beim Zeittraining der S3 waren Regenreifen notwendig und Maxi fand bei Bridgestone keine 16,5" Regenreifen, passend zu seinen Felgen. Die Bridgestone Männer erlaubten dem Burschen daher, dass er ein anderes Fabrikat verwenden darf, woraufhin Maxi Michelin aufziehen ließ. Die Rennleitung musste danach allerdings das Reglement umsetzen, nach dem ausschließlich Bridgestone Reifen erlaubt sind, Maxi somit einen Regelverstoß begangen hat und seine Strafe hinnehmen musste. 17" Felgen werden wohl die nächste Anschaffung im Hause Niewiadomski gewesen sein. Jedenfalls musste Maxi sich seine beiden zweiten Plätze hart erarbeiten. Hinter den zweien kam in beiden Rennen Milan Sitniansky als Dritter ins Ziel. Josef Stehrer belegte im ersten Rennen den vierten Rang, schied dafür im zweiten Lauf aus. Felix Bauer, der im ersten Lauf Fünfter wurde, rückte im zweiten Rennen an Stehrers Stelle, was Platz vier bedeutete. Felix Antholzer rettete das Team GF Engagement mit seinem fünften Platz im zweiten Lauf.

 

Die kompletten Ergebnisse gibt es unter www.sportserviceschleswig.de zu sehen.

Hier der Link zu den Bildern aus Harsewinkel.