Van den Bosch und Gozzini regierten den WM Auftakt

20100502_queens_2829Castelletto di Branduzzo ist den meisten Fahrern aus der WM sehr geläufig. Selbst nun, da die Bahn mit einem permanenten Asphalt versehen ist, hat fast jeder schon seine Erfahrung mit der Sky-Section, wie es bei Youthstream betitelt wird, machen dürfen. Denn immerhin war diese Bahn Schauplatz zum Auftakt der Italienischen Meisterschaft, an der ein Großteil der WM- und EM-Fahrer teilnehmen. Auch die neuen Goldentyre Pneus sind schon fast gewohnte Ware. Denn Goldentyre hat für 2010 gleich zum Doppelschlag ausgeholt und ist auch in der Italienischen Meisterschaft als Pflichtmarke vertreten.
Sechs Reifen darf jeder Fahrer während eines Wochenendes beziehen. In Castelletto ging man schon von Anfang an davon aus, dass es spätestens am Sonntag regnen würde, weshalb ein Satz schon direkt für die Regenvariante herhalten musste. Vier waren somit übrig, was dazu führte, dass die freien Trainings nur sehr spärlich genutzt wurden. Vereinzelt tauchten Fahrer auf der Bahn auf. Nur selten konnte man jemanden dabei beobachten, dass er eine Sektion im Spurt durchlief. Ivan Lazzarini (Honda/I) sparte beide freien Trainings komplett.

Die anderen Klassen bei der Supermoto DM in Stendal

Das Rahmenprogramm der DM war satt gespickt. Seien es die beiden Pokalklassen, der Nachwuchs aus der S3, oder die Anhängsel Ü40-Cup und Amateure. Sie konnten alle mit ansehnlichen und spannenden Rennen begeistern und vertraten das Thema Breitensport zu dieser Veranstaltung. Die Amateurklasse war voll und dass schreibe ich ohne jede Zweideutigkeit darin verbergen zu wollen. Wer dort nicht mehr aufgenommen wurde, dem bot der Ü40-Cup ein dankbares Auffangbecken. Bei den Pokalklassen gab es seitens langjähriger Supermoto Fachleute bereits vor der Veranstaltung Bedenken. Die Regeln zur Anmeldung schreiben vor, dass maximal 36 Fahrer eine zum Punkten berechtigende Einschreibung erfahren. Ausgemacht wurden diese 36 am Zeitpunkt ihrer Einschreibung.

Interviews aus Stendal jetzt im Videocast

videocast_logoEs ist schon die vierte Folge, aber bevor nichts wirklich Neues dabei ist, wollten wir noch keinen Rummel darum machen. Jetzt gibt's was Neues, nämlich die Interviews aus Stendal. Also, ganz ähnlich wie damals, als es noch einen Audio-Podcast gab, haben wir nun einen Videocast ans Laufen gebracht. So zum Rumtesten vor der Saison hatten wir drei Folgen mit Spaßigem hochgeladen. Nun waren wir am Sonntag nach den Rennen noch unterwegs und haben einige Fahrer befragt. Das Ergebnis solltet ihr Euch anschauen. Die Videos sind für die Bildschirmgröße des iPod touch und iPhone optimal geeignet. Wir wollten aber auch kleiner Abspielgeräte nicht benachteiligen, weshalb wir auf 640 Pixel Bildbreite gesetzt haben.

Interviewpartner: Michi Herrmann, Mauno Hermunen, Maxi Niewiadomski, Dirk Spaniol, Petr Vorlicek, Bernd Hiemer, Jürgen Künzel, Jochen Jasinski, Julian Becher und Marcel Götz.

Hier der Feed zu unserem Podcast und wenn ihr damit nicht so vertraut sein solltet, oder einfach lieber iTunes nutzt, dann hier der Link zum Podcast in iTunes.

Für Feedback, nette Bewertungen im ITunes Store und natürlich auch über das simple abonnieren unseres Videocasts freuen wir uns sehr. Vielen Dank.

Bisherige Folgen:

  1. MotoMonster Videocast 001 - Brainstorming
  2. MotoMonster Videocast 002 - Alteisen Shooting
  3. MotoMonster Videocast 003 - Gabelservice
  4. MotoMonster Videocast 004 - Interviews Stendal

Hermunen und Herrmann gewinnen den Saisonauftakt

20100425_queens_1036Bei strahlendem Sonnenschein fand dieses Wochenende der Saisonauftakt der Supermoto DM in Stendal in der Altmark statt. Der MSV Dolle übernahm traditionsgemäß die erste Veranstaltung der Saison und das treue Stendaler Publikum wurde mit spannenden Rennen belohnt. Neben den Wertungsläufen der Supermoto DM war auch das geschlossene Fahrerfeld beider Pokalklassen, des Ü40-Cups und der Nachwuchs mit am Start (Klasse S3). Um heimischen Piloten Gelegenheit zu bieten mit den Großen des Sports unterwegs zu sein, präsentierte der Veranstalter zudem eine voll belegte Amateurklasse.

 

 

Ein Herz aus Bayern - die neue Husqvarna 450

2010_husqvarna_4504 Die Aussicht auf ein schickes Motorrad wurde heute aus Traunreut geliefert. Als die neue Husqvarna 450 vorgestellt waren wir auf das verlinkte Bildmaterial mehr als gespannt. Sie sieht wahrlich hübsch aus, zeigt sich allerdings auf der linken Seite wenig zurückhaltend. Der Seitendeckel bestätigt, was die Führung der Antriebskette schon vermuten ließ. Der BMW Motor wird in neuem Outfit eingesetzt. Eine logische Konsequenz, um deren Möglichkeit der Verwirklichung sich wohl schon viele im Fahrerlager die Köpfe zerbrochen haben.

Doch wie schaut es mit der Weiterentwicklung aus? Der Motor bleibt offensichtlich unverändert. Rahmen und Schwinge hingegen sind neu, so gibt es die Husqvarna im Gegensatz zur BMW mit Umlenkung. Bei den Fahrwerkskomponenten setzt man vorne wie hinten auf Kayaba.

Erste Erfahrungen gegen WM-Konkurrenz werden am 22. Mai gesammelt werden. Dann tritt Andrea Bartolini in Italien zum Enduro GP an, während Alex Salvini am gleichen Wochenende in der MX3 zum Bulgarien GP teilnehmen wird.

Neun Bilder haben wir hinterlegt... anklicken und dann immer schön auf "next" drücken.

Erste Worte von Künzel zu seiner nagelneuen Aprilia

20100410_0234_queensVom Big Bang und dem wohl fruchtbarsten Team der DM.

Nach ersten Tests mit seinem neuen Einsatzgerät, einer Aprilia MXV 450, zeigte sich Jürgen Künzel auf heimischer Strecke in Großenhain sehr beeindruckt. Die übliche, ja schon obligatorische Frage danach, wie der neue Hobel den so spant, ließ ich bewusst außen vor. Was soll der frisch gebackene Aprilia Pilot schon sagen. Klar würde er das Gerät loben, und sicher ist die Werksmaschine, die sich vom Motor her auf gleichem Stand befindet wie das WM-Geschoss von Thierry van den Bosch, sehr konkurrenzfähig. Doch Künzel hatte ein selten gesehenes, breites Grinsen auf dem Gesicht und hielt es selbst nicht aus ein paar erste Eindrücke zum Besten zu geben. "Also um ehrlich zu sein, ich bin komplett baff. Das Ding geht ab wie eine Rakete, sieht einfach spitze aus und der Klang! Hast Du das gehört?" Klar hab ich das. Die 450er kreischt aus der Arrow Anlage, als hätte Luzifer persönlich ihr Feuer eingehaucht. Ein bis dato untypischer Sound auf deutschen Supermoto Bahnen. "Irgendwas haben die umgestellt und jetzt ist es ein Big-Bang. Aber frag mich nicht was das bedeutet, frag den Hilger. Der kann das viel besser erklären." Gesagt getan. Olaf Hilger, Offroad-Mann für Aprilia Deutschland, erklärte viele nette Einzelheiten, berichtete von verdrehten Nockenwellen, anderer Zündsteuerung und von was weiß ich noch allem. Auf den Punkt gebracht sollte es wohl heißen, dass die Zylinder an Künzels Aprilia unmittelbar hintereinander in den Arbeitstakt gehen... zünden so zu sagen. Dies hat einen ähnlichen Effekt als sei es ein Einzylinder, nur dass der Druck in zwei etwas kleineren, aber dafür nachhaltigeren Schüben auf die Kurbelwelle abgegeben wird. (Nachtrag von Herrn Hilger: "Screamer... es ist ein Screamer!")