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05. September 2010
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Straßensport WM Superbike
Der Tabellenführer Max Biaggi hatte sich die denkbar beste Ausgangsposition für die beiden Superbike WM Läufe am heutigen Sonntag geschnappt. Er gewann am Vortag die Superpole, gefolgt von Carlos Checa, Sylvain Guintoli und Jonathan Rea. Aber Biaggi ließ es dennoch gekonnt locker angehen und sicherte sich Punkte. Keinen Stress, keine brenzligen Manöver, ganz nach dem olympischen Gedanken vollzog er seine Rennen und prangert nach diesem Wochenende weiter mit 58 Punkten Vorsprung zu Haslam an der Tabellenspitze.
Eine vernünftige Taktik, denn die Luft in der World Superbike ist dünn und mitunter staubig. Das Fahrer Roulette hat bei noch zwei ausstehenden Veranstaltungen schon lange begonnen. Die Situation wird durch die Ducati-Offenbarung in 2011 kein Werksteam mehr zu entsenden noch zusätzlich angeschürt. Da kann sich ein Max Biaggi keine Zweikämpfe mit übermotivierten Konkurrenten erlauben. Viel zu gefährlich!
Rennen 1
Gefährlich wurde es auch in der ersten Runde zu Lauf eins. Troy Corser und Leon Haslam stürzten an gleicher Stelle, zum selben Moment und doch unabhängig von einander. Eine Situation die zur roten Flagge und zum anschließenden Neustart führte. Sowohl Haslam als auch Corser nahmen am Neustart Teil.
Lichtgestalt des ersten Rennens war ganz eindeutig Jonathan Rea. Der Brite stürmte einfach vorne weg und musste sich während es ganzen Rennen nicht wirklich bedrängt fühlen. Sein Hauptwidersacher war ab Mitte des Rennens Carlos Checa. Der Spanier hatte sich zuvor mit Haga ein paar heiße Szenen geliefert, doch Haga schmiss die Ducati in der achten Runde ins Aus, was Checa den Weg frei machte. Cal Crutchlow sah sich zu Ende des Rennens zwar durch einen heran rauschenden Max Biaggi bedroht, sicherte aber seinen dritten Rang und stieg aufs Podest. Mit gut sieben Sekunden Abstand zu Biaggi platzierte Tom Sykes seine Kawasaki auf Platz fünf und sorgte für ein jubelndes Team.
Ein wenig unschön endete die Begegnung zwischen Corser und Guintoli während der ersten Runde. Corser nutze die Suzuki des Franzosen als Anlieger, was auch prompt für beide im Kies endete. Während Corser das Rennen später aufgab kämpfte sich Guintoli auf Rang acht vor.
Rennen 2
Im zweiten Rennen war endlich wieder Haga am Zug. Nachdem er Checa bezwungen hatte ließ der vorerst nicht locker. Doch der Verfolger stürzte in der zehnten Runde und Haga konnte sein Rennen unbeeinflusst zu Ende fahren. Jonathan Rea ließ Haga gewähren und sicherte sich Rang zwei. Den dritten Platz machten Haslam, Crutchlow, Biaggi und Guintoli unter sich aus. Das Rudel belauerte sich zwar, konnte aber keine Positionswechsel liefern - Haslam auf Drei.
Dieser knappe Rennbericht ist nicht alles was wir vom Wochenende am Nürburgring mitgebracht haben. Wir durften uns grandiose Eindrücke von die Team-Leistung bei BMW verschaffen und zudem ein ausgedehntes Interview mit dem zweifachen Superbike Champion Troy Corser führen. Diese ganz speziellen Eindrücke werden wir in naher Zukunft veröffentlichen.
Bilder von Rolf Thieme
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