Ralf Waldmann startet wieder in der Klasse seiner größten Erfolge: Im der 250 Kubik Weltmeisterschaft beim Grand Prix von Großbritannien in Donington.

Da sich der reguläre Pilot der Kiefer Aprilia 250 beim Sachsenring GP die Hand gebrochen hat, fragte man kurzerhand bei Ralf Waldmann nach. Waldi ist noch immer einer der erfolgreichsten Deutschen Rennfahrer aller Zeiten. Zweimal war er Vizeweltmeister in der 250iger Klasse, 14 Grand Prix-Rennen hat er gewonnen. Und da er noch immer Vollblutrennfahrer ist, konnte der MZ-Teilhaber der Versuchung nicht wiederstehen. Ralf Waldmann vertritt in Donington Leonov, das Comeback ist aber definitv auf dieses eine Rennen beschränkt.

Da auch ein kleiner MZ Aufkleber aufs Motorrad geklebt wird, gibt es zusätzlich jede Menge Werbung für das traditionsreiche, sächsische Motorradwerk. Vor ein paar Monaten hatte Waldmann die Firma gemeinsam mit Martin Wimmer, ebenfalls ein Held alter Prägung aus der Rennsport, übernommen. Seitdem kämpfen die beiden um Förderung und Darlehen, um die Produktion bei MZ wieder aufzunehmen.

Eine bessere PR hätte er, Martin Wimmer und MZ wohl nicht bekommen können. Die ganze Welt schreibt über Waldi und sein Comeback in Donnington. Waldi war schon immer ein Typ, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Solche Charaktere gibt es leider kaum noch im Grand Prix Sport.

Waldi wird es in Donington schwer haben. Aber immerhin ist es der Ort seines größten Triumphs, der Regenschlacht von Donington. Wenn man sich das alte Video ansieht, kann man eigentlich nur hoffen, dass es am Wochenende in Donnington regnet.