Endurance WM 2010 ohne Oschersleben

09_ewm_tschuess_speedweek_01 Bittere Nachrichten für alle Speedweek-Freunde. Im Rahmen der German Speedweek 2010, vom 12.-15. August, wird es keinen Lauf zur Langstrecken-WM geben. Die Französische Internetseite Motoracinglive berichtet, was in der Szene schon lange gemunkelt wurde. Die Läufe zur Endurance World Championship werden in zwei 24 Stunden Rennen in Le Mans und beim Bol d'Or ausgetragen. Dazu wird es noch acht Stunden Rennen in Spanien, Katar und Japan geben.

Of the 2010 EWC’s five rounds, the only two 24-hour races both take place in France (Le Mans, Bol d’Or), while the other three rounds in Spain, Qatar and Japan are all eight-hour competitions.

Interessant ist auch, dass BMW Frankreich an der Langstrecken-WM 2010 teilnehmen wird. Als Fahrer könnten Matthieu Lagrive, Erwan Nigon und Sébastien Gimbert auf der Propeller-Rakete sitzen. Diese drei wären ein hochkarätiges Gespann mit weltmeisterlichen Erfahrungen. Lagrive war schon mit Suzuki Endurance Racing Langstrecken-Champion.

2010 wird auch ohne Rennen in Deutschland sehr spannend. Neben dem aktuellen Weltmeister Yamaha Austria Racing wird SERT in die höchste Endurance-Klasse zurückkehren. Auch das legendäre GMT-Team könnte wieder in der WM fahren.

Fotos von Andy & Fritz Glänzel.

Kings of Wanneroo - Speednews

09_kangaroo_news_wanneroo_01Wie uns von einem völlig erschöpften Känguruhboten erst jetzt zugetragen wurde, hat World-Superbiker Jonny Rea mit seiner Rick Gill Honda am 8. November beim legendären "Kings of Wanneroo"-Race in Perth einen Dreifachsieg gelandet. Ein munteres Starterfeld aus allen Nationen tummelte sich down under. IDM-Crack Jeremias McWilliams war mit der KTM RC8R gekommen und im Qualifying gleich auf Platz 3 gefahren, knapp hinter Rea. Der Sieger der australischen Formula X-treme-Serie, Shannon Johnson, schoss auf seiner auf Superstock gepimpten RC8R den Kiwi ab und holte sich die Pole.

Das erste Rennen gewann Rea vor dem Nordiren Ian Lowry auf der WesTrac Suzuki. Johnson hatte einen miserablen Start, konnte sich aber vom fünften noch auf den dritten Platz nach vorne kämpfen. Vierter wurde Lowrys Teamkollege Alistair Seeley, vor Reas Teammate Andrew Pitt. McWilliams musste sich mit Rang 8 zufrieden geben, nachdem er sich beim Start verschaltet hatte und weit zurückgefallen war.

Shannon Johnson kämpfte in Lauf 2 mit Rea und Seeley um den Sieg, musste aber am Ende mit einem Zündungsproblem aufgeben. Rea gewann vor Seeley, Lowry und Pitt. McWilliams wurde Sechster.

Rea komplettierte seinen lupenreinen Hattrick in Lauf 3 mit dem Sieg vor Andrew Pitt und dem Engländer Simon Andrews auf der Kawasaki. Shannon Johnson musste diesmal zuschauen, aber Jeremias McWilliams gab nochmal alles und holte sich mit der KTM finalmente Platz 5.

Vielen Dank an das arme Känguruh für die Überbringung dieser News aus Australien.

Sechste Saison im Bike Promotion Yamaha R Cup

09_pm_bipro_martin-mattiviDie Saison 2009 im Bike Promotion Yamaha R Cup war geprägt von sehenswerten Rennen, spektakulären Zweikämpfen in den beiden Wertungen SSP und SBK und einem furiosen Showdown um den Hauptpreis- einer nagelneuen Yamaha R6!! Fahrer aus Deutschland, Österreich, Tschechien und Ungarn waren die Akteure in den 13 spannenden Rennen des Cups. Die Hauptsponsoren Metzeler, Motul, X-Lite, PSI, Titax, Öhlins und Motorrad Stecki bedankten sich mit der Fortsetzung der Zusammenarbeit in der kommenden Saison.

Auch nächstes Jahr richtet sich der Yamaha-Marken-Pokal an Hobby-Racer, die den sportlichen Vergleich mit Markenkollegen unter stressfreien Bedingungen suchen. Es können Fahrer von R1 und R6 aller Baujahre teilnehmen.

Der Terminplan sieht insgesamt 7 Veranstaltungen mit jeweils 2 Rennen vor. Gefahren wird in der Lausitz, in Schleiz, Oschersleben, Brno und Most sowie auf innerhalb der Cup-Speedweek auf dem Pannonia- und dem neu gebauten Slovakiaring bei Bratislava.

Bildkalender von Moto-Racing 2010

moto-racing2010-00-titel-996 Der exklusive Kalender kommt frisch aus der Druckerei und ist ab sofort wieder im riesigen DIN A2 Format verfügbar. 13 faszinierende Motive mit den besten Action-Fotos huldigen den MotoGP-Superstars, den Superbike-Helden sowie unseren deutschen Nachwuchshoffnungen Max Neukirchner, Jonas Folger, Stefan Bradl und Sandro Cortese.

Auf hochwertigem Papier im Format 60 x 42 Zentimeter sind folgende Piloten und Maschinen abgebildet:
  • Rekordweltmeister Valentino Rossi in Führung auf seiner Yamaha M1 vor seinem Teamkollegen Jorge Lorenzo und Ducati-Mann Casey Stoner
  • Casey Stoner auf seiner Ducati Desmosedici GP09 in Nahaufnahme
  • Gedränge in der Startrunde Max Neukirchner auf Suzuki GSX-R 1000 vor Michel Fabrizio und Regis Laconi
  • Die Überraschung der Saison 2009: Jonas Folger auf seiner 125 Kubik Aprilia in ungewöhnlicher Perspektive
  • Honda-Werkspilot Dani Pedrosa reitet auf seinem RC 212 V-Flammenwerfer durch die arabische Nacht
  • Chris Vermeulen (Suzuki GSR-V) bremst Mika Kallio (Ducati Desmosedici) aus.
  • Superbike-Überflieger Noriyuki Haga schiesst auf seiner Ducati 1098 R durch die Kurve
  • Voll fokussiert und in voller Schräglage rast Jorge Lorenzo (Yamaha) mit interessanterweise klarem Helmvisir
  • Stefan Bradl (Aprilia) drängelt vor Sandro Cortese (Derbi) und einem ganzen Geschwader an 125-Kubik-Piloten durch die Schikane
  • Parallelflug der MotoGP Honda-Werkspiloten Dani Pedrosa und Andrea Dovizioso
  • Der achtfache Weltmeister Valentino Rossi auf seiner Yamaha M1 im freundlichen Morgenlicht
  • Die 250 Kubik-Titelaspiranten Hiroshi Aoyama und Alvaro Bautista beschleunigen am Limit im letzten Jahr dieser Klasse
  • Mr. Elbow und Superbike-Senkrechtstarter des Jahres Ben Spies macht seinem Namen alle Ehre

Ob in irrer Schräglage, Wheelie oder im Zweikampf: für jeden Monat hält der Kalender ein packendes Motiv bereit. Im Mittelpunkt steht das Foto, keine Effekthascherei im Layout lenkt von Mensch und Maschine ab.

Der Kalender „Moto-Racing 2010“ ist für 17,95 Euro zuzüglich 5,50 Euro Versandkosten im Internet unter www.sportpicture.de,
E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder Telefon +49 711 6456721 erhältlich.

Metallica-Penz sensationeller 5. in Macau!

09_macau_gp_ian-hutchinsonNur vier Komplettverstrahlte von der britischen Insel schafften es heute beim Rennen durch die Häuserschluchten von Macau, Rico Penzkofer auf der BMW S1000RR mit der Nummer 13 zu besiegen. Polesetter Stuart Easton auf der Hydrex Honda führte fast das gesamte Rennen über, aber Kawasaki-Held Conor Cummins kämpfte sich am Ende wieder an Easton heran. Dieser bremste Cummins in der letzten Runde spektakulär aus und holte sich den Sieg. Dritter wurde Ian Hutchinson (Kawasaki) vor Gary Johnson (Suzuki). Anzumerken ist noch, dass Penz auf einer nach Superstock-Reglement aufgebauten BMW saß, und die Jungs vor ihm allesamt reinrassige Superbikes mit ca. 5000 PS bewegten.

Horst Saiger wurde mit seiner Superstock-Adi Moto-Suzuki 15., nachdem seine Reifen leider frühzeitig den Geist aufgegeben hatten. "Am Dienstag bin i wieder daheim. Hier versteh i nix, und s`Essen ist furchtbar", so der schreckliche Saigor nach dem Rennen.

Die Ergebnisse in Übersicht.

 

Penz startet in Macau vom sechsten Startplatz!

Rico Penzkofer aka Metallica-Penz zeigt gerade in Macau wieder sein ganzes Wahnsinns-Potential, und startet beim 56. Macau Grand Prix vor den Toren Hongkongs mit der BMW S1000RR von Startplatz 6, nachdem er lange Zeit unter den Top 3 lag. Das letzte Qualifying musste aber abgebrochen werden, und Penz konnte sich nicht mehr verbessern. Der fast ebenso kranke Exil-Österreicher Horst Saiger liegt nach dem Qualy mit seiner Adi Moto-Suzuki auf Startplatz 17. Der schreckliche Saigor fährt das einzige nach IDM-Reglement aufgebaute Motorrad, weil die zweite BMW, die er eigentlich fahren sollte, nicht rechtzeitig fertig wurde. Er wird sich also strecken müssen, wenn er in die Top 10 vordringen will. Penz wird beim Rennen aufs Podium fahren, so viel ist sicher... Laughing

Start ist morgen früh um 8.15 Uhr MEZ, wenn ich mich nicht verrechnet habe. Hier die Ergebnisse des Qualifying.

Video vom Freien Training und ein Onboard Video mit John McGuinness.

Team Bolliger auf Rang 3 der Langstrecken-WM

09_qatar_podestDas private Team Bolliger Kawasaki Switzerland schaffte am vergangenen Wochenende beim Finale der Langstrecken-Weltmeisterschaft in Doha die Sensation. Horst Saiger (FL), Eric Mizera (FRA) und Patric Muff (SUI) holten sich nicht nur den dritten Rang im Rennen, sondern auch in der Weltmeisterschaft.

Vor dem letzten Rennen in der Wüste von Qatar hatte das Team Bolliger noch auf dem fünften Gesamtrang gelegen, aber mit einer fahrerischen Meisterleistung und hervorragenden Boxenstops schaffte es die Mannschaft um Teamchef Hämpu Bolliger beinahe noch, den Vize-Weltmeistertitel zu holen. Am Ende fehlten nur zwei Punkte auf das französische Team 18 Sapeurs-Pompiers, das sich mit Platz 4 in Doha auf dem zweiten WM-Gesamtrang behaupten konnte.

Das bereits seit dem Bol d`Or als Weltmeister feststehende Yamaha Austria Racing Team dominierte auch das Saisonfinale. Die Mannschaft um Mandy Kainz musste sich den Sieg aber diesmal hart erkämpfen - gegen den Polesetter Phase One, die französischen Feuerwehrmänner Sapeurs-Pompiers, das deutsche Team RMT21, und das Team Bolliger. RMT21 musste nach 201 Runden nach einem kapitalen Motorschaden den Kampf um einen Podiumsplatz aufgeben.

KTM Super Duke Battle 2009 - Das letzte Gefecht

Die Entscheidung um den Gesamtsieg in der Super Duke Battle 2009 war schon nach dem 12. Lauf in Schleiz gefallen - Dirk Schnieders heißt der neue Meister - aber um die Stockerlplätze entbrannte bei der letzten Schlacht auf dem Straßenkurs des Frohburger Dreiecks nochmal ein heftiger Vierkampf.

09_ktmsdb_froburg_02Kai-Uwe Lenz hatte mit 181 Punkten die besten Aussichten auf den Vize-Titel. Hinter ihm lauerten der extrem gutaussehende Michael Roth (171), der schnellste Lehrer östlich des nach ihm benannten Grabens, Andreas Dehling (163), und der frisch verheiratete Hendrik Ladiges (154) auf ihre Chance. Schnieders holte sich in gewohnt souveräner Manier den Doppelsieg vor Polesetter Thomas Hoemke, der zwei mal Zweiter wurde, und Rico Löwe, der jeweils den letzten Platz auf dem Treppchen holte. Auf Rang 4 fuhr in beiden Läufen ein Mann, der die ganze Saison nur Spaß machte, um bei der letzten Veranstaltung alle zu schockieren - Jens Borrusch, Marketing-Mensch von KTM Deutschland und Mitorganisator der Battle, sorgte mit seiner Vorstellung bei allen für offenstehende Münder...

Hoemke fuhr im zweiten Zeittraining mit einer 1:44,500 die schnellste Zeit, und war damit der Erste, der Schnieders in dieser Saison die Pole entreißen konnte. Dieser stand beim Start neben ihm. Löwe und Jens Borrusch, der sich erstmals für die erste Reihe qualifizieren konnte, starteten von den Plätzen 3 und 4. Reihe 2 teilten sich Lenz, Ich, Dehling und Ladiges.

Bevor wir uns ins jetzt ins Getümmel der Rennen stürzen, begleitet mich erst noch auf einer besinnlichen Runde ums Frohburger Dreieck (die Übersetzung ist 16/38):

Man fliegt auf der Zielgeraden im 5. Gang auf die erste Linkskurve zu, die im Zweiten genommen werden will ...

Von alten und neuen Weltmeistern

Die 24 Stunden beim Bol d`Or 2009 in Magny Cours sind entschieden und der alte Weltmeister meldete sich eindrucksvoll zurück.

09_boldor_02 Der alte Langstrecken-Weltmeister SERT (Suzuki Endurance Racing Team) hat beim 73. Bol d`Or, dem wohl prestigeträchtigsten 24 h-Rennen, wieder seine ganze Klasse bewiesen, und das mitfavorisierte Team Michelin Power Research, das auch die Pole-Position inne hatte, auf den zweiten Rang verwiesen. Den letzten Platz auf dem Podium konnte sich das Werksteam von Kawasaki France sichern.

Das Yamaha Austria Racing Team (YART) konnte lange um den Sieg mitkämpfen, fiel dann aber wegen Problemen mit der Lichtmaschine weit zurück. Dennoch können sich die Österreicher um Teamchef Mandy Kainz freuen – sie sind nämlich seit 15 Uhr mitteleuropäischer Zeit der neue Weltmeister! Das einzige Team, das ihnen den Titel theoretisch noch hätte entreissen können, RT Racing/Moto Virus, hätte gewinnen müssen, um den vorzeitigen Titelgewinn von YART zu verhindern. Das italo-französische Team konnte aber nie in den Kampf um den Sieg eingreifen.

MotoMonster gratuliert YART zum verdienten WM-Titel!

Heim-Poleposition für Michelin Power Research

Kurzbericht vom Bol d`Or 2009 in Magny Cours.

09_boldor_01Das Team Michelin Power Research wird heute um 15 Uhr das 24 Stunden-Rennen von der Pole Position in Angriff nehmen. Matthieu Lagrive hat gestern die Honda mit der #63 in der Superpole-Session in eine unglaubliche 1:40,366-Runde getrieben, und dem französischen Team damit die prestigeträchtige Pole beim Heimrennen gesichert. Auf Platz 2 folgt das zweite Michelin-Team, Yamaha Austria Racing, das den WM-Titel schon so gut wie im Sack hat. Gwen Giabbani fuhr in der Superpole eine 1:40,769. Vom dritten Startplatz geht das amtierende Weltmeisterteam SERT ins Rennen. Vincent Philippe konnte mit der Suzuki auch noch eine 40er-Zeit fahren (1:40,855).

Der Kampf um den Vize-WM-Titel wird spannend. Mindestens vier Teams wollen hier noch ein Wörtchen mitreden. RT Racing Moto Virus liegen derzeit mit 47 Punkten auf Rang 2, dahinter folgen Amadeus X-One mit 40, das Schweizer Team Bolliger mit 38, und Sapeurs Pompiers mit 35 Punkten. Aber auch die Siebtplatzierten Maco Moto (29 Punkte) und vor allem die momentan noch auf Gesamtrang 12 liegenden Polesetter von Michelin Power Research (23 Punkte) könnten sich mit einem Sieg nach vorne katapultieren. Auch die noch regierenden Weltmeister von SERT könnten mit einem Sieg noch weit nach vorne kommen. SERT war dieses Jahr nur bei den 24 Stunden von Le Mans am Start und liegt derzeit mit 22 Punkten auf Rang 13.

Um 15 Uhr beginnt die Reise der harten Männer, zwei Mal um die Uhr – 24 Stunden, die wieder Geschichte schreiben werden, beim 73. Bol d`Or.