20100815_queens_1011Das Comeback der Supermoto DM auf dem Odenwaldring bot viele spannende Rennen, an denen sich viele Zuschauer erfreuen konnten. Die Wettersituation lichtete die gewöhnlich vollgestopften Ränge der Strecke zwar ein wenig, aber für eine Regenveranstaltung war der Zuspruch durchaus positiv und vor allem die Stimmung war äußerst fröhlich. Trotz immer wieder kehrenden Schauern wurde der weitläufige Offroad von der DM voll gefahren. Ein Umstand, der die Show zusätzlich anheizte.

 

S1 DM - Schaafheim

Mauno Hermunen beherrschte das Zeittraining erneut nach Belieben und ließ Jürgen Künzel nicht näher als eine Sekunde an sich heran kommen. Petr Vorlicek sicherte sich Rang drei in der Startaufstellung, gefolgt von Julian Becher.

20100815_queens_1814Während der Finne sich an die Spitze setzte und dem Feld davon zog, war Künzel hinter Vorlicek her. Die Strecke war nass und der Offroad entsprechend rutschig. Nach einem Drittel der Renndistanz trickste Künzel den amtierenden Meister aus und übernahm die zweite Position. Kurzzeitig war er sogar in der Lage sich einen Abstand herauszufahren, doch Vorlicek schloss schnell wieder auf. Der Tscheche gab nicht auf und bekämpfte Künzel bis zur Zielflagge, musste sich aber dennoch mit Rang drei zufrieden geben. Im Kampf um Platz vier sorgten der Schweizer Harry Näpflin und Markus Volz für hohen Unterhaltungswert. Volz pushte Näpflin unentwegt vor sich her und ließ nicht locker. In der letzten Runde, wenige Kurven vor der Zieldurchfahrt, setzte Volz sein geplantes Manöver um und belohnte seine Hartnäckigkeit mit dem vierten Platz.

Lauf 1: 1. Mauno Hermunen (FIN/Husqvarna), 2. Jürgen Künzel (D/Aprilia), 3. Petr Vorlicek (CZ/Suzuki), 4. Markus Volz (D/KTM), 5. Harry Näpflin (CH/Kawasaki)

 

20100815_queens_1549Als das Feld zum Start bereit stand, starb Künzels Motor ab. Der Versuch die Aprilia schnell noch anzukicken misslang zwar, aber das Feld wurde trotzdem ins Rennen geschickt. Eine Situation die später für Protest sorgte. Hermunen lag wieder an der Spitze und fuhr das Rennen fehlerfrei zum zehnten S1 Sieg in dieser Saison. Im Abstand von fünf Sekunden kam Petr Vorlicek als Zweiter ins Ziel. Er hatte Näpflin und Volz direkt hinter sich im Schlepptau. Das Dreigespann bot wieder spektakuläre Szenen und Spannung bis zum Schluss. Zu Beginn des Rennens lag Julian Becher noch auf Platz drei hinter Vorlicek. Doch nach einem Fahrfehler musste er sich hinten anstellen und belegte Platz fünf. Wie das Rennen endgültig zu werten ist, wird man wohl am grünen Tisch des DMSB entscheiden. Durch die Umstände während der Startphase wurde der Protest von Künzel entgegengenommen, konnte jedoch vor Ort nicht endgültig entschieden werden.

Lauf 2: 1. Mauno Hermunen (FIN/Husqvarna), 2. Petr Vorlicek (CZ/Suzuki), 3. Harry Näpflin (CH/Kawasaki), 4. Markus Volz (D/KTM), 5. Julian Becher (D/Kawasaki)

S1 Meisterschaftsstand nach 10 von 14 Rennen:*

  1. Mauno Hermunen (#131) / Husqvarna - 250 Punkte
  2. Jürgen Künzel (#74) / Aprilia - 187 Punkte
  3. Petr Vorlicek (#2) / Suzuki - 176 Punkte
  4. Markus Volz (#3) / KTM - 168 Punkte
  5. Julian Becher (#98) / Kawasaki - 143 Punkte
  6. Marcel Götz (#54) / Kawasaki - 135 Punkte
  7. Harry Näpflin (#9) / Kawasaki - 124 Punkte
  8. Bernd Hiemer (#12) / KTM - 115 Punkte
  9. Markus Class (#111) / Suzuki - 114 Punkte
  10. Asseri Kingelin (#11) / Honda - 105 Punkte

*vorbehaltlich der Protestentscheidung beim DMSB


 

S2 DM - Schaafheim

Im Zeittraining hatte Michi Herrmann sich die Pole Position gesichert und seinen Meisterschaftskonkurrenten Jochen Jasinski mit vier Zehnteln Abstand auf Startplatz zwei verwiesen. Nico Joannidis war seinerseits nur einige Hundertstel langsamer als Jasinski und enterte Startplatz drei, gefolgt vom Gaststarter Maik Voorwinden aus den Niederlanden.

20100815_queens_0642Während den Aufwärmrunden zum ersten Rennen suchte Jasinski die Box auf und musste anschließend aus selbiger ins Rennen starten. Die entstandene Lücke in der Startaufstellung wusste Dirk Spaniol optimal zu nutzen und bugsierte sich von Startplatz neun direkt in die Top drei. Vor ihm balgten sich Herrmann und Voorwinden um die Führung. Der Niederländer kam gegen Ende des Rennens aber aus dem Rhythmus und musste Spaniol und Manolito Welink den Vortritt lassen. Der aus der Box gestartete Jasinski hatte sich während des Rennens eindrucksvoll nach vorne kämpfen können und belegte den fünften Rang.

Lauf 1: 1. Michael Herrmann (D/Husqvarna), 2. Dirk Spaniol (D/Suzuki), 3. Manolito Welink (D/Husqvarna), 4. Maik Voorwinden (NL/KTM), 5. Jochen Jasinski (D/Husaberg)

 

20100815_queens_1304Dieses Mal lief alles glatt bei Jasinski und er konnte Herrmann beim Start sogar den Schneid abkaufen. Hermann folgte Jasinski trotz widriger Streckenbedingungen wie ans Heck genagelt und machte ihm das Siegen nicht leicht. Die beiden fuhren wie entfesselt und brachten mehr als zehn Sekunden zwischen sich und ihre Verfolger. Spaniol hatte sich nach seiner Jagd zu Beginn des Rennens den dritten Platz ergattert, schaffte es jedoch im Rennverlauf nicht diesen zu verteidigen. Manolito Welink und Nico Joannidis bezwangen den Saarländer, der ab Mitte des Rennens sichtbar weniger Vortrieb an den Tag legte.

Lauf 2: 1. Jochen Jasinski (D/Husaberg), 2. Michael Herrmann (D/Husqvarna), 3. Manolito Welink (D/Husaqvarna), 4. Nico Joannidis (D/Husaberg), 5. Dirk Spaniol(D/Suzuki)

S2 Meisterschaftsstand nach 10 von 14 Rennen:

  1. Michael Herrmann (#5) / Husqvarna - 241 Punkte
  2. Jochen Jasinski (13) / Husaberg - 205 Punkte
  3. Nico Joannidis (#116) / Husaberg - 173 Punkte
  4. Dirk Spaniol (#17) / Suzuki - 165 Punkte
  5. Andreas Mikkelsen (#24) / Husqvarna - 121 Punkte
  6. Frederik Erikkson (#14) / Honda - 114 Punkte
  7. Jan Deitenbach (#44) / Suzuki - 109 Punkte
  8. Fabian Riedl (#30) / Suzuki - 109 Punkte
  9. Toni Krettek (#51) / Suzuki - 103 Punkte
  10. Lukas Wolf (#155) / Aprilia - 101 Punkte

 

Link zu den Bildern aus Schaafheim