Brno 2026 – MEC

Finale vom MotoMonster Endurance Cup im legendären Automotodrom von Brno. Ein prall gefülltes Starterfeld freute sich auf die 3 Tage und das Wetter hätte nicht besser sein können. Der Freitag bot den ganzen Tag blauen Himmel, strahlenden Sonnenschein und trotzdem erträgliche Temperaturen. Schon am Freitag wurde klar dass es ein sauschnelles Event wird, die Fahrer hatten den kompletten Tag Zeit um eine saubere Abstimmung für den Renntag rauszufahren. In der Nacht ging es dann richtig ab, ein Mordsgewitter mit Sturmböen und richtig viel Niederschlag wütete einmal durchs Fahrerlager. Die Schäden hielten sich zum Glück in Grenzen, trotzdem war in der Früh aufräumen angesagt. Direkt danach ging es zu wie in einem Ameisenhaufen. Die Teams präparierten die Boxengasse für die 4 Stunden, es wurden noch fleißig Reifen gewechselt und die Mopeds randvoll getankt. Um 14:00 Uhr ging es dann in die Startaufstellung, insgesamt 50 Teams waren genannt.
Wir hatten schon am Freitag den ein oder anderen Motorschaden, in der Endurance ging es munter weiter. Schon nach 5 Minuten ging der erste hoch, schlechter Start für NB Racing und die erste SafetyCar Phase lief. Das Öl war glücklicherweise weg von der Ideallinie und das Team vom Automotodrom war ruckzuck mit dem Abbinden fertig. Zwei Stunden später gab es dann eine Unterbrechung mit Rot, wieder ein Motor und das Öl musste erst gebunden werden. Das waren schon die einzigen beiden Unterbrechungen und bis auf ein paar Kleinigkeiten liefen die 4 Stunden wie am Schnürchen.

SBK MEC

Mit 28 Teams war die SBK einmal mehr am besten besetzt. Krachpolnikoff hatten den Titel schon in Most klar gemacht und wollte sich gegen die Konkurrenz aus Österreich und der Schweiz stellen. Die Raceaffe waren mal wieder in Originalbesetzung, wie bei ihren ersten Auftritt beim Monster, am Start und trotz technischen Problemen bei Manuels Bike konnten sie dem Rennen ihren Stempel aufdrücken und gewinnen. Die Motorradfreunde Zillertal waren ebenfalls bockstark, aber der Schlussspurt der Raceaffe war zuviel, am Ende ein zweiter Platz. N.E.R.T. wollten noch einmal ein Ausrufezeichen setzen und konnten Krachpolnikoff schlagen, die waren Aufgrund eines Ausfalls von Heikos Motorrad nur zu zweit unterwegs. Am Ende blieb Platz vier. Das Bündnis 1000 konnten dem Team WFA by Bumbu noch einen Platz abluchsen, WFA waren zwar stark unterwegs, mussten sich aber mit dem sechsten Platz zufrieden geben. In der Meisterschaft konnten sich N.E.R.T. den Vizetitel holen und Chaos Racing wurden Gesamtdritte vor WFA by Bumbu.

SSP MEC

In der SSP konnte noch alles passieren, Radeberger Factory Racing kamen mit der Meisterschaftsführung nach Brno, Sturzbier Performance, Cozy und Team goldene Ananas hatten aber noch ein Rennen weniger auf der Uhr, bei Radeberger gab es nur noch Kosmetik wegen des Streichergebnisses. MiMiMi Racing sollte beim Gaststart in der SSP kein Glück haben, ein technischer Defekt bei Alex machte eine gute Platzierung unmöglich. Zwei österreichische Teams waren auch mit am Start und sollten noch ein paar Punkte wegschnappen. Team R6 und Krutzler Bau schlugen sich wacker. Team R6 brannten in der letzten Stunde ein Feuerwerk ab und konnten den Sieg vor Cozy mit nach Hause nehmen, beide Teams hatten 91 gefahrene Runden. Das Team goldenen Ananas holte den dritten Platz vor Kratzer Bau, Sturzbier Performance. Radeberger Factory Racing komplettierten die Top 6. Team goldenen Ananas sollte somit ihren Meistertitel von 2025 verteidigen, Sturzbier Performance wurde Vizemeister und Radeberger Factory Racing durfte sich über den dritten Gesamtrang freuen

FUN MEC

MiMiMi Racing sicherte sich schon in Most den Meistertitel 2026 und beschloss zum Saisonfinale bei den SSP zu starten. Die 890R Alliance und PEMA Racing hatten beide noch Chancen auf den Vizetitel und auch WFA wollten noch ein Wörtchen mitreden. Bei Gummipuppe ging es nur noch darum das dänische Team Elyde hinter sich zu halten. PEMA hatte sowohl im Qualifying als auch nach dem Start die Nase vorn. Die 890R Alliance war zwar dran aber nach eineinhalb Stunden streikte das Getriebe von Stevens KTM und es wurde klar, wenn bei PEMA kein Fehler passiert, sollten sie den Sieg nach Hause fahren. WFA schaffte es noch an der Alliance vorbei und holte sich den Zweiten Platz. Gummipuppe konnte Elyde hinter sich halten und Duck Racing wurde Sechste.

Die Siegerehrung für die 4 Stunden und danach die Verleihung der Meisterpokale waren ein toller Abschluss der MEC für die Saison 2026. Die Meisterfeier hat auch richtig viel Spaß gemacht und es war schön mit internationalem Publikum zu feiern.
Auch wenn die Nacht etwas kürzer war, hieß es noch einmal alles zusammen zu nehmen, schließlich standen noch 3 Sprintrennen im Zeitplan.

Rookies

Kevin Winter sicherte sich die Pole vor Danny Pöhland und Stefan Gülde. Jonas Kiesling, Uwe Gerdesius und Andreas Schweigart komplettierten die zweite Reihe. Kevin hatte den Start richtig versemmelt und wurde durchgereicht. Bei Uwe sah das ganz anders aus: aus der zweiten Reihe an die Spitze gesetzt, hatte aber seinen Schwiegersohn Danny im Nacken. Die beiden hatten schon einen leichten Vorsprung nach der ersten Runde, Stefan kam als Dritter mit Andreas direkt hinter sich. Leider war nach der ersten Runde schon Schluss für Stefan und er musste in die Box. An der Spitze hatte es sich dann auch schon sortiert, Danny hat den ersten Platz geschnappt, Uwe blieb zwar dran, konnte aber keinen Angriff setzen und wurde Zweiter. Andreas hatte, nachdem Stefan draußen war, ein einsames Rennen. Die Spitze war weg und zum Vierten war auch ein großer Abstand, am Ende Platz 3 für ihn.

SSP

Die Pole in der Supersport Klasse war fest in österreichischer Hand. Daniel Hirscher war der Schnellste, Lars Kämmlein und Kai Pfaffhauser durften auch aus der ersten Reihe ins Rennen starten. Tobias Gratz, Marian Siroky und Albert Krutzler lauerten in der zweiten Reihe. Daniel machte kurzen Prozess, er gewann den Start und zog sofort auf und davon, ein lupenreiner Start-Ziel Sieg mit der schnellsten Rennrunde. Lars hatte in der ersten Runde noch die Nase vor Kai, aber schon in der zweiten Runde kam Kai als Zweiter ums Eck und konnte einen Abstand zu Lars rausfahren. Die Top 3 waren damit schon vergeben und auch sonst hatte sich das Feld relativ schnell sortiert und es gab kaum Überholvorgänge. Nur Marian sollte sich noch durchsetzen und den vierten Platz von Florian Brenner abstauben.

SBK

Bernhard Führer war schon die ganzen Tage immer ganz vorne im Livetiming und sicherte sich auch fürs SBK Rennen die Pole. Michal Molnar und Rudi Masckke durften neben ihm ins Rennen starten. Patrick Grieder, Christian Trott und Lukás Jancicka stellten die zweite Startreihe. Bernhard patzte beim Start während Rudi einen absoluten Traumstart hinlegte. Mit seiner ZX10R wurde er aber auf den Geraden regelrecht aufgefressen. Michal kam als Führender aus der ersten Runde, dahinter schon ein Dreierpaket mit Rudi, Bernhard und Patrick. Auch gegen die beiden war Rudi chancenlos und wurde bis auf den vierten Platz durchgereicht. Bernhard machte Jagd auf Michal und konnte die Lücke zuführen, am Ende der dritten Runde ging er dann Ende Start Ziel in Führung. Michal ließ sich aber nicht abschütteln. Die falsche Reifenwahl bei Bernhard machte ihm dann aber einen Strich durch die Rechnung, der Reifen ging zum Rennende ein und Michal konnte die Führung zurückholen. Am Ende gewann Michal vor Bernhard, Patrick wurde Dritter und Rudi musste sich mit dem vierten Platz zufrieden geben.

Ein letztes Mal wurde das Podium besetzt und Pokale vergeben. Danach konnten alle die noch Körner hatten, das wunderschöne Wetter genießen und die letzten Runden auf der tollen Strecke in Brno am Kabel ziehen.
Wir hatten mal wieder richtig viel Spaß mit Euch und wollen uns bei allen Teilnehmern, Helfern und Unterstützern für die 3 tollen Tage bedanken.
Jonny von Pixelrace hat die Fotos gemacht, vielen Dank hierfür.
Eure Rundenzeiten gibt es wie immer im MotoMonster Buchungskonto oder in unserer Pitboard App.

Z-SSP