Groß Dölln IV 2026 MEC

Das erste mal Endurance 2026 und das Wetter hätte nicht besser sein können. Endlich T-Shirts, kurze Hosen, blauer Himmel und strahlender Sonnenschein. Die Laune im Fahrerlager war super. Der erste Tag ist eigentlich zum eingrooven, trotzdem gabs zum Abschluss schon mal zwei Sprintrennen. Die Rookies durften zuerst ran.
Rookies
Die erste Startreihe war fest in dänischer Hand, Anders Berlin hatte die Pole vor Johann Frederick Heilmann. Tobias Witt kam vom dritten Startplatz neben Steffen Andersen. Anders gewann den Start, Johann kam aber als Führender aus der ersten Runde und hatte Tobias und Anders direkt im Nacken. Er machte sich breit wie ein Omnibus, aber in er dritten Runde ging Tobias an ihm vorbei und übernahm die Spitze. Mit freier Bahn konnte Tobias dann auch richtig loslegen, 1:55 er Zeiten ließen seinen Vorsprung schnell größer werden. Johann verteidigte sich nach Kräften aber auch Anders konnte an ihm vorbei und dann wurden die Arme schwer. In der letzten Runde verlor er dann auch noch den Podiumsplatz weil ein wild heranstürmender Steffen kurzen Prozess machte. Tobias gewann mit großem Vorsprung vor Anders und Steffen.
SBK
Bei den Superbikes war Tim Bruns auf der Pole neben Kenny Schulz. Mister Koopmän und Rene Wickboldt durften aus der zweiten Reihe ins Rennen. Tim gewann den Start und da er im Quali 2 Sekunden schneller als Kenny war sollte es ein langweiliges Rennen werden. Aber Kenny fand den Turbo und konnte die Lücke zu Tim zufahren. Koopmän hatte Probleme mit dem Vorderreifen und konnte den Speed ganz vorne nicht mitgehen. Die Top3 hatten schon nach 2 Runden einen beachtlichen Vorsprung auf das Verfolgerfeld, dass von Rene angeführt wurde. Michael Sörensen hatte ihn aber im Visier und schnappte sich zur Rennmitte den Vierten Platz. An der Spitze wurde es jetzt richtig interessant, Kenny war am Hinterrad von Tim und in Runde fünf konnte er einen Angriff setzen und sich die Führung schnappen. Mit einer 1:46.9 und einer 1:47.0 gleich danach konnte er auch einen Abstand zu Tim rausfahren und sicherte sich damit den Sieg. Tim wurde Zweiter vor Koopmän der ein einsames Rennen auf dem dritten Platz fuhr.
Nach der Siegerehrung wurde noch zusammen gespeist, bevor es dann noch zum Streckenrundgang ging. Da die Endurance vor der Türe stand war es auch recht schnell ruhig im Fahrerlager.
Der Samstag startete wieder mit Sonne satt, nach den ersten Turns wurde es im Fahrerlager immer wuseliger. Die Enduranceteams bezogen Stellung in der Boxengasse und die Spannung stieg immer mehr. Um 15:00 Uhr ging es dann los, Start frei für die 4 Stunden von Groß Dölln. Der traditionelle LeMans Start ist einfach immer wieder eine Schau. Insgesamt 41 Teams stellten sich der 2026er Endurance. Nach 10 Minuten verabschiedete sich schon einer der Podiumskandidaten, Tim Bruns warf seine CBR ins Kies und löste damit die erste SafetyCar Phase aus. Auch wenn das nicht ganz richtig ist, Jörg pilotierte nämlich ein SafetyBike, extra mit Rundumleuchte ausgestattet hielt er das Feld beisammen. 20 Minuten später war er gleich nochmal im Einsatz, dann sollte aber Ruhe einkehren. Eine Stunde vor Schluß warfen gleich 4 Fahrer ihre Bikes ins Kies, alles innerhalb von 2 Minuten, da mußte das SafetyBike ein letztes mal ran. Alles in allem gab es keine schlimmen Stürze, nur eben Ausflüge ins Kiesbett, alle Fahrer waren abends wieder bei der Siegerehrung.
SBK
13 Teams stellten sich bei den großen Bikes an den Start. Die Titelverteidiger von 2025 LOYE Racing bekamen ordentlich Konkurrenz. Krachpolnikoff waren motiviert bis in die haarspitzen und sind mit ihrem eingespielten Team am Start, auch N.E.R.T., waren mit Melf und Rico sehr gut aufgestellt und wollten ein Wörtchen um den Sieg mitsprechen. N.E.R.T. und Krachpolnikoff hatten super Starts und konnten die ersten freien Runden nutzen um schon direkt einen Vorsprung herauszufahren. LOYE waren zwar schnell, aber die Top2 waren nie in Schlagdistanz. Dänemark war mit Team AAA im Starrt und die konnten am Schluß den vierten Platz mit nach Hause nehmen. Kluk und gutaussehend hatten mit Bike Problemen zu kämpfen, die Kawa von Mü gab den Geist auf, aber auf der Ducati von Mike ging’s dann auch in der letzten halben Stunden vom achten Platz vor bis auf Platz 5. FUN Racing wurden sechste und holten die letzten Pokale knapp vor unserem Podcast Team Let’ talk about Racing. 40 Minuten vor Schluß war Krachpolnikoff an der Spitze mit einer knappen Runde Vorsprung vor N.E.R.T.. Melf und Koopmän fuhren den letzten Stent, aber Koopmän hatte keine guten Reifen mehr drauf und verlor jede Runde 3 Sekunden gegen Melf der immer näher kam. Eine halbe Stunde vor Ende ging Melf dann in Führung, Koopmän konnte sich nicht mehr wehren. Am Ende durften N.E.R.T. mit 123 gefahrenen Runden ganz oben aufs Treppchen.
SSP
In der SSP waren es 15 Teams die um den Sieg kämpften. Der frühe Ausfall von Tim Bruns ließ dem Team TT Racing aber keine Chance um den Sieg mitzureden. Krachpolnikoff stellten zum ersten mal ein SSP Team und was für eins. Kenny Schulz zeigte ja schon bei den Sprintrennen was geht und zusammen mit Rico Spiel waren die beiden einfach unschlagbar. Ein Start Ziel Sieg bei einem 4 Stunden Rennen muß man auch erst einmal fertig bringen. Cozy waren auch gut dabei aber nach 2 Stunden rührte sich nichts mehr in den Rankings. Frank Drebin Spezialeinheit zementierte den zweiten Platz vor dem dänischen Team A-Holdet. Die Titelverteidiger Team goldene Ananas waren auch wieder mit am Start und holten mit 117 gefahrenen Runden den vierten Platz. Race Couple Racing hatten gleich viele Runden, aber eine Strafe für überholen unter Gelb ließ sie nur fünfte werden. Platz 6 mit der selben Rundenanzahl ging an Sturzbier Performance. Die Truppe RAdeberger Factory Racing stellen sich 2026 auch wieder der MEC und hatten extra große Tanks an die Gixxen gemacht, aber ein früher Sturz von Pauli brachte den Plan ordentlich durcheinander, am Ende war es immerhin Platz 7.
FUN
Auch ins der FUN Klasse waren es 13 Teams und wieder einige Urgesteine der MEC mit dabei. MiMiMi Racing wollten einmal wieder zeigen wo der Frosch die Locken hat. Starke Konkurrenz kam von der 890#R Alliance, aber ein Sturz von Steven schon vor dem Rennen sorgte für ein ordentliches Kreuz durch den 4 Stunden Plan. Dänemark war mit Unicorn Racing 2 stark vertreten und Gummipuppe Racing und RC Racing wollten ein Wörtchen mitsprechen. Am Ende war es denkbar knapp, die Top3 hatten alle 116 gefahrene Runden aber MiMiMi Racing waren unschlagbar. Unicorn Racing 2 holten den zweiten Platz gerade mal 13 Sekunden vor der 890R Alliance. Gummipuppe wurden trotz erheblicher Konditionsprobleme noch Vierte vor RC Racing. SERT Germany GmbH durften als Sechste die letzten Pokale mit nach Hausen nehmen. PEMA Racing wollen 2026 auch nochmal in der MEC angreifen, aber viele technische Zipperlein verhagelten das Rennen.
Der Zieleinlauf war wie immer der Knaller. Die Stimmung am Ende der 4 Stunden ist ein Traum, Burnouts, Bierduschen, Jubel, alles was das Racerherz begehrt. Unterm Strich hat alles super geklappt und nach der Siegerehrung wurde noch ordentlich gefeiert.
Der Pfingstmontag hatte nochmal allerbestes Wetter im Gepäck aber das Fahrerlager war im Vergleich zum Vortag deutlich entspannter. Alle nutzen die traumhaften Bedingungen um noch ein paar schöne Runden im Driving Center abzuspulen, aber die Anstrengungen vom Vortag steckten noch in den Knochen.
Wir hatten einen Riesen Spaß und möchten uns bei allen Teilnehmern, Helfern und Unterstützern für das tolle Event bedanken.
Ralf von Pixelrace hat die Fotos gemacht, vielen Dank.
Eure Rundenzeiten gibts wie immer im MotoMonster Buchungskonto und natürlich in unserer Pitboard App. Dort gibts auch die Meisterschaftstände und die ersten Teamfotos.
