Slovakiaring 2026

Es war von vorn herein klar, dass wir am Slovakiaring keine Regenreifen brauchen. Der Wetterfrosch hatte eine Hitzschlacht vorhergesagt und er sollte recht behalten. Der Freitag war zum einrollen und um sich an die Temperaturen zu gewöhnen. 39 Grad standen auf dem Thermometer, entsprechend rot waren die Köpfe und im Fahrerlager waren etliche Pools aufgebaut. Die Rennstrecke war mal wieder im besten Zustand, bei den Temperaturen waren aber alle mit ihrer Reifenwahl am hadern. Trotzdem standen schon tiefe 2:10er Zeiten im Livetiming. Zum Feierabend wurden noch Taktiken für die Endurance besprochen, die ersten Vorbereitungen für den Renntag getroffen und früh ins Bett gehüpft.
Am Samstag kamen sogar noch ein paar Grad obendrauf, es war heiß wie die Sau. Als es Richtung Mittag ging wurde es im Fahrerlager wuselig. Alle brachten ihr Material in die Boxengasse und bereiteten alles für die 4 Stunden Hitzeschlacht vor. 32 Teams stellten sich den 4 Stunden und um 14:00 wurde die Endurance gestartet. Vorneweg bleibt zu erwähnen, dass wir ohne eine SafetyCar Phase durch kamen und insgesamt gerade einmal 3 kleinere Stürze und nur einen technischen Defekt zu verzeichnen hatten. Angesichts der brutalen Temperaturen unglaublich.
SBK
Auf dem schnellen Kurs war die SBK Klasse natürlich am besten besetzt, 23 Teams griffen auf den dicken Bikes an. Der Polizeisportverein Tirol war am schnellsten und ließ mit einer 2:09 schon gleich mal sehen was möglich ist, aber auch NB Racing war sehr stark aufgestellt. Los Patienten hatten 2025 die Endurance gewonnen und wollten auch ein Wörtchen um den Sieg mitsprechen. Krachpolnikoff waren auch mit am Start, mit Ambitionen die 2026er Meisterschaft ganz vorne zu beenden. Der Polizeisportverein Tirol hatte einen super Start, brannte zusammen mit NB Racing konstant 2:12er Zeiten in den Asphalt und schafften sich so schon den ersten Vorsprung. Die beiden Teams sollten das komplette Rennen auf den ersten beiden Plätzen stehen. Der Kampf um den dritten Platz war ebenso hart. Los Patientos, die Eierköppe und Krachpolnikoff leisteten sich keine Fehler und hielten das Tempo konstant oben. NB Racing schaffte es immer wieder in die Nähe, manchmal sogar am Polizeisportverein Tirol vorbei, am Ende war es aber ein verpatzter Wechsel, der ihnen den Sieg kostete. Der Polizeisportverein Tirol gewann mit 104 gefahrenen Runden und 1:30 Vorsprung vor NB Racing. Los Patienten wurden Dritte mit 102 gefahrenen Runden knapp vor den Eierköppen. Krachpolnikoff bekam Punkte für den fünften Platz und das Team der österreichisch-deutschen Freundschaft schnappte sich den letzten Pokalrang, denkbar knapp vor Chaos Racing.
SSP
Gerade einmal 5 Teams starteten in der Supersport Klasse und die Sexy Kekse, die so schon pfeilschnell sind, haben sich mit Jannik Cerkez, noch einen sauschnellen Fahrer als Verstärkung geholt. EW-Bau & KFM Austria waren sehr schnell und auch das Team goldenen Ananas meldeten Ambitionen an. Radeberger Factory Racing war wieder mit der kompletten Truppe am Start und wollen Punkte für die Meisterschaft einheimsen. Einzig die Rumroller hatten sich schon früh entschieden eine ruhige Kugel zu schieben und nur mal ein bißchen mitzufahren, wenn sie Lust haben. Am Ende gab es sogar einen Pokal für einen Fahrer dessen Name nicht gennant werden darf, obwohl er nicht eine einzige Runde gefahren ist. Guter Job Stevee ;-) Aber eins nach dem anderen, die sexy Kekse machten sofort Ernst, gingen in Führung und ließen sich die, bis zum Ende, nicht mehr nehmen, 4 Runden Vorsprung vor dem zweitplatzierten waren schon eine deutlich Ansage. Team goldenen Ananas hatten leider technische Probleme, aufgrund der Hitze und mußten sich am Ende mit dem vierten Platz begnügen. Die Radeberger Truppe, wurden für eine fehlerfreies Rennen, mit dem dritten Platz belohnt. EW-Bau & KFM Austria holten sich, trotz eines Sturzes, den zweiten Platz.
FUN
In der FUN Klasse waren es nur 4 Teams, MiMiMi Racing wollten wieder zeigen, wer in der Fun das Sagen hat, aber PEMA Racing waren sehr gut aufgestellt und mit ein paar mehr Pferdestärken am Start. Die 890R Alliance haben in Groß Dölln schon ihr Potential gezeigt und wollte auch ganz vorne mitmischen. WFA Racing stellten auch wieder eine Endurancetruppe, aber schon im Quali zeigte sich, dass gegen die Top 3, wohl kein Kraut gewachsen ist.PEMA Racing gewann den Start und den kompletten ersten Stint, fuhren die beiden Teams, Rad an Rad um den Kurs. Bei der 890R Alliance schlug der Defektteufel zu, Probleme mit den KTMs, die die Hitze nicht so abkonnten und das ein oder andere körperliche Gebrechen, warfen sie auf den letzten Platz zurück. Nach zweieinhalb Stunden fingen sie sich aber wieder, konnten den dritten Platz zurückerobern und WFA schlagen. MiMiMi Racing schafften es nach einer Stunde an PEMA Racing vorbeizugehen und waren von dem Moment an nicht mehr einholbar. Am Ende der Sieg für MiMiMi mit 96 gefahrenen Runden und 3 Runden Vorsprung vor PEMA.
Der Zieleinlauf war der Hammer, alle Starter waren froh die 4 Stunden bei der großen Hitze überstanden zu haben und entsprechend gut war die Laune. Auch die Siegerehrung hat richtig viel Spaß gemacht und da wir noch alle zu Spanferkel und Freibier eingeladen haben, wurde es ein richtig schöner Abend, mit viel Benzingesprächen.
Der Sonntag hatte ab 7:30 schon wieder über 30 Grad im Köcher, trotzdem standen noch die Sprintrennen auf dem Programm. Also die letzten Reserven mobilisieren und ab in die Startaufstellung. Durch die Belastung bei der Hitze strichen viele Starter die Segel und wir machten nur 2 Sprintrennen. Die SBK Klasse und die SSP gingen an den Start, die Rookies durften pausieren.
Sprint SBK
Die Hitze hat auch im SBK Rennen einige Fahrer zur Aufgabe gezwungen, von den 30 angemeldeten Startern waren nur 11 in der Startaufstellung. Kilian Holzer hatte die Pole und machte keine Gefangenen, Start gewonnen und dann konstant 2:09er Zeiten, da war für alle anderen nichts zu holen. Michael Molnar kam 24 Sekunden später als Zweiter ins Ziel, Andreas Binder wurde Dritter. Das Podium war also fest in österreichischer Hand und die hatten nicht das Bedürfnis miteinander zu fighten, die Reihenfolge blieb das ganze Rennen über gleich
Sprint SSP
Auch in der SSP waren deutlich weniger Starter als ursprünglich angemeldet. Max Milde hatte einen Bombenstart, kam vom zehnten Startplatz und bog als Dritter in die erste Kurve, kurz darauf ging es aber wieder nach hinten, am Ende war es ein achter Platz. Dawid Rzymek gewann den Start vor Jannik Cerkez und konnte mit einigen 2:13er Runden genug Abstand heraus fahren um den Sieg vor Jannik zu holen. Andre Gorschkow hatte den dritten Platz aber 3 Runden vor Schluß hörte man schon die Kupplung seiner Panigale durchrutschen und die Rundenzeiten wurden immer langsamer. Ondrej Kreydler kam immer näher, aber Andre rettete den dritten Platz mit seiner waidwunden Ducati.
Nach den Siegerehrungen gab es noch Open Track für all diejenigen die noch Körner hatte.
Wir möchten uns bei allen Teilnehmern, Helfern und Unterstützern für das tolle Event bedanken. Ein Dank geht auch an die sympathische österreichische Truppe von GAP Motorsport, hat Spaß gemacht mit Euch.
Leider hat die Hitze auch bei unserem Fotoservice zugeschlagen, er ist an der tschechischen Grenze liegen geblieben, darum dieses mal nur Amateuraufnahmen.
Eure Rundenzeiten gibt es wie immer im MotoMonster Buchungskonto oder in der Pitboard App, da gibt es auch die aktuellen Meisterschaftsstände der MEC.







































